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Eine Strategie für das Leben als Sensibler

BeitragVerfasst: Sonntag 6. Februar 2011, 22:12
von gurux
Hallo,

ich gehöre nun ja leider auch zu den MCS-geplaggten. Nachdem ich mal wieder nach Wohnraum im Ballungsgebiet suche und auch auf der Arbeit wieder ein venünftiges Büro brauche, frage ich mich wie soll das alles weitergehen.
Offenbar haben viele meine "Krankheit". ICh habe gerade von einer Frau (mit Kind) gehört, die sich ein Ökohaus gebaut hat und jetzt doch nicht einziehen kann. Das heisst es gilt einmal grundsätzlich nachzudenken.
Andersrum wie soll ich mich mein Leben gestalten, so dass ich möglich "gut" LEben kann.

Mögliche Entscheidungsräume sind:
- Kaufen oder Mieten,
- Leben in der Stadt oder auf dem Land,
- Jobwechsel oder nicht
- Angestellt oder in die Selbstständigkeit gehen
- Auswandern in ein warmes nicht so bevölkertes Land (Kanada,USA,Süden).

Für Überlegungen,Erfahrungen,eigene Entscheidungen wäre ich dankbar.
G

Eine Strategie für das Leben als Sensibler

BeitragVerfasst: Sonntag 6. Februar 2011, 23:29
von sunday
wenn du die möglichkeit hast, auszuwandern und dort deinen lebensunterhalt zu verdienen (was ja oft, z.b. usa an den einwanderungsbestimmungen scheitert), würde ich an deiner stelle ans meer ziehen. alles andere ist mit mcs kaum noch möglich.

in den städten gibt es chemie ohne ende (autoabgase, nachbarn, die endlos parfüm, weichspüler etc. benutzen usw.), auf dem land wabern die spritzmittel rum und die abgase von holzöfen usw.
am meer (jedenfalls da wo ich mal war als es hier garnicht mehr ging) hat man immer frische luft, selbst wenn es in der nähe autoabgsae etc. gibt (man muß nur bzgl. der wohnung auf die windrichtung achten, die vorherrscht).

wenn man glück hat, findet man da auch ein haus, das noch nie "modernisiert" wurde und schimmelfrei sind sie im süden meist sowieso. als ich das erste mal hier abgehauen bin, hatte ich das glück auf fuerteventura ein zimmer in so einem haus mieten zu können, ohne jeden komfort, aber auch ohne chemie und touristen gab es in dem dörfchen auch nicht, obwohl es direkt am meer lag und ich hatte so den strand meist für mich allein (kein schöner sandstrand, aber dafür ohne krachmachende, rauchende und stinkende leute).

wie es heute da ist, weiß ich nicht, es ist schon sehr lange her. arbeitserlaubnis gab es da damals nicht, deshalb bin ich dann ans mittelmeer, hatte wieder glück, daß ich in einem ort am meer ein zimmer ohne chemie gefunden habe und auch etwas geld verdienen konnte.
wenn ich nicht schon zu alt und zu krank wäre, würde ich wieder in den süden ans meer gehen, da ich hier schon lange vergeblich nach einer passenden und bezahlbaren wohnung suche, hier ist alles voll chemie und die meisten auch voll schimmel (meist gut getarnt, so daß die meisten leute es viel zu spät merken).

eine selbständige tätigkeit hat viele vorteile, ist aber auch riskant, wenn man krank ist, weil man natürlich keine lohnfortzahlung hat und in den gesetzlichen krankenkassen viel geld zahlen muß, weil die beiträge bei geringem einkommen (wenn man z.b. wegen krankheit nur noch wenige stunden oder garnicht arbeiten kann) nicht nach dem tatsächlichen verdienst berechnet werden, sondern nach einem sehr viel höheren fiktiven einkommen und im ausland gibt es auch keine sozialhilfe o.ä. und da ist die krankenversicherung meist noch viel teurer, weil es nur privatkassen gibt oder ganz unmöglich, weil man mit vorerkrankungen oft garnicht genommen wird.

wie es hier an nord- oder ostsee oder auf den inseln luft- und wohnungstechnisch aussieht, weiß ich nicht so genau, nur daß es in norddeutschland billige häuser zu kaufen gibt, wenn man beruflich ortsunabhängig ist

die grundstücke sind teils sehr groß, so daß man nicht direkt neben stinkenden nachbarn wohnt und wenn es eine einliegerwohnung hat, kannst du auch noch eine wohnung an mcs-kranke vermieten oder als mcs-ferienwohnung vermieten und hast so noch eine zusätzliche einnahme.
z.b. http://www.immobilienscout24.de/expose/58889682?&is24EC=IS24&style=is24&navigationbarurl=/Suche/S-3/Haus-Kauf/Niedersachsen/Ammerland-Kreis_Aurich-Kreis_Emden_Emsland-Kreis_Friesland-Kreis_Leer-Kreis_Wittmund-Kreis/-/-/-/EURO-95556,00-115555,00/1222,00-

ein fertiges haus zu kaufen hat den vorteil, daß man es, bevor man geld dafür zahlt, untersuchen lassen kann, ob es bzgl. chemie in ordnung ist und man sich darin aufhalten kann.

bei einem neubau zahlt man schon vor und in der bauphase viel geld und wenn man dann feststellt, daß man sich nicht darin aufhalten kann, ist das geld weg und man kann es oft nur mit verlust verkaufen, außerdem dauert ein neubau auch rel. lang.

lg
sunday

Eine Strategie für das Leben als Sensibler

BeitragVerfasst: Montag 7. Februar 2011, 00:41
von carbo_m
@Gurux
"Ich habe gerade von einer Frau (mit Kind) gehört, die sich ein Ökohaus gebaut hat und jetzt doch nicht einziehen kann. Das heisst es gilt einmal grundsätzlich nachzudenken."

Hallo Gurux,
da ich auch das Pech hatte, ein Haus zu bauen, und jetzt nicht drin wohnen zu können, würde ich gerne zwecks Erfahrungsaustausch mit der Frau Kontakt aufnehmen.
Vielleicht geht das ja irgendwie, wenn ihr das Recht ist. Ich schick Dir mal meine Email-Adresse per PM, wäre schön, wenn Du die an sie weiterleiten könntest. Dann kann sie entscheiden, ob sie Kontakt aufnehmen will. - Danke!

Mir ist schon mehrfach empfohlen worden, auszuwandern z.B. ins sonnige Californien. Dort sei es nicht so kalt und mcs deutlich bekannter als hier. Nur sieht die Realität wohl anders aus. Ohne GreenCard geht da wohl nichts?
Und von irgendwas leben muß man ja auch.
Vielleicht bin ich mit fast 56 Jahren und gesundheitlich sehr angeschlagen einfach zu alt dafür.

Auswandern bedeutet ja nich mal ein paar Wochen irgendwo Urlaub zu machen, sondern ist auf Dauer angelegt.
Wie kann man mit ausgeprägter mcs Geld verdienen, wenn man schon ohne job jeden Tag mit der Erschöpfung ringt. Noch schlimmer wenn man zusätzlich elektrosensibel ist.

Ich weiss nicht wie das gehen soll?
Vielleicht haben das andere ja schon mal länger als einen Urlaub lang oder eine Saison lang gemacht.

lg carbo

Eine Strategie für das Leben als Sensibler

BeitragVerfasst: Montag 7. Februar 2011, 01:02
von gurux
Vielen Dank Ihr Zwei für die Ideenansätze.
In der Tat hatte ich ähnliche Überlegungen, wobei alles hat auch nicht glasklar ist.
Meer ist immer gut, aber dort Einkommen haben?
In den USA könnte ich arbeiten, aber geht es mir da wirklich besser?
Wenn nicht, das Leben dort ist kompetitiver, Hartz 4 Luxus nicht verfügbar.

Kaufen,Selbstständigkeit,beides hat Vorteile.
Beides kann offensichtlich auch richtig schiefgehen.

Offensichtlich muss mal wohl ausprobieren und Risiken eingehen????


p.s. carbo, ich leite deinen Kontakt weiter, will sie auch mal Treffen,lebt wohl in HH

Eine Strategie für das Leben als Sensibler

BeitragVerfasst: Montag 7. Februar 2011, 09:04
von Juliane

Eine Strategie für das Leben als Sensibler

BeitragVerfasst: Montag 7. Februar 2011, 09:12
von Juliane
Schimmel ist auch im Süden Europas verbreitet. Besonders im Mittelmeerraum.
Besonders in älteren Häusern. Das Klima ist im Winter feucht. Vielerorts wird nicht richtig geheizt.


Die alten Backsteinhäuser aus den fünfziger und sechsiger Jahren in Norddeutschland haben oft auch Schimmelprobleme. Schimmel durch Baufeuchte von unten und über die Fugen.

Auf keinen Fall sollte man da investieren ohne ein baubiologisches Gutachten.

Eine Strategie für das Leben als Sensibler

BeitragVerfasst: Donnerstag 10. Februar 2011, 21:10
von Yol
@ carbo_m

Träumen ist schön - auch dass es anderswo besser ist. Frag S. F.... wie es in Amerika aussieht zum wohnen. Die Häuserbauweise "erfordert" Termitenbehandlung, rundum Elektromasten usw. wird per Hubschrauber entlaubt, bezw. Unkrautvertilgung betrieben - dies während die Bewohner friedlich schlafen, bei offenem Fenster.
Hier ist es nicht gut - anderswo anders nicht gut. Sicherlich gibt es noch einige heile Orte - doch wer weiss davon und wenn, dann wären sie nicht mehr lange heil. Ich denke, auch wir mit MCS können nur mit einigen Kompromissen leben - selbst dann wenn unsere Körper keine Kompromisse mehr erlauben. Jedenfalls ist es auch nicht ratsam Experimente zu starten wo kein Rückweg mehr offen bleibt.

Eine Strategie für das Leben als Sensibler

BeitragVerfasst: Freitag 11. Februar 2011, 00:01
von carbo_m
@Yol,

also ums Traeumen geht es mir schon lange nicht mehr. Du kennst ja meine Situation.
Nach langer Zwangspause habe ich mich wieder aufgerappelt, und rufe auf Wohnungs- und Hausanzeigen an. Fahre auch um das zu Besichtigen. Das kostet unglaublich viel Energie, die ich nicht mehr habe.

Natürlich sind oft Kompromisse nötig. Aber es gibt auch Grenzen.

Z.B. kann ich in keinem Haus mit Schimmel mehr wohnen, dazu habe ich mich zu sehr sensibilisiert.
Ich meine nicht die Hustenanfälle und das Jucken in Ohren und Augen, sondern die zentralnervösen Wirkungen, überwaeltigender Energieverlust, schwerste Depressionen und Angstzustände für einige Tage keinerlie Initiative mehr moeglich nach wenigen Atemzügen Schimmelgeruch. Das hatte ich früher nicht.

Auch Zigarettenrauch in der Wohnung oder Laminat liegen nicht mehr im Rahmen von Kompromissen, das geht bei mir einfach nicht mehr. Genauso Elektrosmog. - Einigermassen Schlafen koennen ist ein Muss eigentlich fuer jeden und ganz besonders fuer uns.

Ich halte Auswandern auch fuer ziemlich unrealistisch, außer man ist noch recht jung und kann noch manche Arbeiten machen.

Aber den Gedanken von Gurux finde ich sehr wichtig! -

Ich mache mir auch immer wieder Gedanken um die Strategie langfristig mit mcs leben zu können, ohne immer kränker zu werden. Ohne an dem deutlich zunehmenden Zerfall der Energie oder den täglichen Qualen zu zerbrechen.

Mit zunehmendem Alter wird es immer schwieriger. Man hat nicht mehr die Kraft selber zu renovieren, die Gefahren einer Krankenhauseinweisung nehmen zu, da reicht schon ein kleiner Sturz im Winter...

Wenn man nicht ein einigermassen cleanes Wohnumfeld hat und das langfristig gesichert (z.B. eig. Haus), ohne Bedrohung durch rauchende oder Parfümsichtige und DECT-versessene Nachbarn, dann wird es immer schwieriger.

lg carbo

Eine Strategie für das Leben als Sensibler

BeitragVerfasst: Freitag 11. Februar 2011, 00:13
von carbo_m
@gurux,

die Frage nach der Lebensqualität ist voll und ganz berechtigt! Auch und gerade mit mcs.

Fuer mich heist das, trotz der begrenzten Chancen weiter nach Behandlungen Ausschau halten, die ev. doch eine gewisse Stabilisierung oder Besserung ermöglichen.
Ohne diese (sehr kleine) Hoffnung und natürlich ohne meine Frau gäbe es mich jetzt wohl nicht mehr.

MCS in die Öffentlichkeit zu tragen ist eine Sache, das mache ich in meinem persönlichen Umfeld sehr intensiv.
Die andere Sache ist, wieder so viel Energie zu haben, dass man sich ueberhaupt kleine Ziele setzen kann, die das Leben ein wenig lebenswert machen. Und es muss einfach auch Zeiten und Räume geben, in denen man keine Qualen hat.

Beides fehlt mir zur Zeit. Meine Strategie ist, dieses minimale Niveau fuer etwas Lebensqualität wieder zu erreichen. Und ich muss es hier suchen, da meine Frau noch arbeitet und in ihrem Alter nicht einfach wechseln kann.

Hast du oder siehst Du fuer Dich realistische Chancen im Ausland leben zu koennen? Wo zíeht es Dich hin?

lg Carbo

Eine Strategie für das Leben als Sensibler

BeitragVerfasst: Samstag 12. Februar 2011, 02:09
von gurux
Neben Europa, könnte ich den USA arbeiten. Ich dachte an SFO und Umgebung.
Ich erhoffe mir, dass ich da vielleicht die Wohnungen besser vertrage. Ich bin es einfach leid
keinen Wohnraum zu haben oder zu finden in dem ich mich wirklich wohl fühle.
Ich bin jetzt Mitte 30 und überlege wirklich wie ich mein Leben gestalten soll/muss. Ich merke jetzt schon, dass die Kraft nachlässt und ich habe immer noch die Hoffnung, das man auch mit MCS ein schönes erfülltes Leben führen kann. Wie ist Eure Einschätzung bzgl. USA?

Danke,
G

Eine Strategie für das Leben als Sensibler

BeitragVerfasst: Samstag 12. Februar 2011, 07:41
von Clarissa
such dir etwas am rande der wüste, arizona bietet sich da gut an.

Eine Strategie für das Leben als Sensibler

BeitragVerfasst: Samstag 12. Februar 2011, 12:06
von sunday
bist du amerikaner ? ansonsten ist doch eine aufenthalts- und arbeitsgenehmigung erforderlich, die für amerika extrem schwer bis garnicht zu bekommen ist.

außerdem solltest du bedenken, daß es da keine rente, sozialhilfe etc. gibt. wenn es dir jetzt schon schlecht, könnte es sein, daß du vielleicht demnächst irgendwann mal nicht mehr genug arbeiten kannst, um davon ohne staatl. unterstützung zu leben (ich bekomm kein harz4, weil ich den terror nicht will, aber ohne das wohngeld könnte ich schon seit jahren nicht mehr miete und essen bezahlen).

wenn du mehr über wohnungs- und arbeitssituation für mcs-kranke in amerika wissen willst, wäre es doch am besten, wenn du im internet nach einer amerik. shg für mcs schaust. alles was hier im forum geschrieben wird, ist doch nur eine vermutung von leuten, die es auch nicht genau wissen. man kann doch noch nicht mal, wenn man in deutschland lebt, genau sagen, wie die situation in einer anderen stadt in deutschland ist. ich war bei früheren umzügen innerhalb von deutschland oft schon überrascht wieviel anders als durch infos aus zeitung und tv etc. erfahrbar die wohnungs- und arbeitssituation in einer anderen stadt war.

lg
sunday

Eine Strategie für das Leben als Sensibler

BeitragVerfasst: Samstag 12. Februar 2011, 13:09
von Hannibal64
[quote]

Mögliche Entscheidungsräume sind:
- Kaufen oder Mieten,
- Leben in der Stadt oder auf dem Land,
- Jobwechsel oder nicht
- Angestellt oder in die Selbstständigkeit gehen
- Auswandern in ein warmes nicht so bevölkertes Land (Kanada,USA,Süden).

Für Überlegungen,Erfahrungen,eigene Entscheidungen wäre ich dankbar.
G[/quote]

allein dass dir solche Entscheidungsmöglichkeiten finanziell noch offen stehen, dafür solltest du dankbar und glücklich sein. insofern haste da ein echtes Luxusproblem...

wenn ich die Möglichkeiten hätte, würde ich dahin gehen, wo viel Sonne + Ruhe ist (gehts mir nach eigener Erfahrung am besten) und eine Rückkehr nach D. relativ einfach möglich. Spanien + Portugal wären meine Favoriten.

Eine Strategie für das Leben als Sensibler

BeitragVerfasst: Samstag 12. Februar 2011, 14:27
von alena-norge
Und ich finde nur in Kanada und Norwegen leben noch relativ wenig Menschen und Jobbs gibt es auch.
Sueden bekommt man nicht einfach so ein Jobb das man davon leben kann.Bei auswandern sollte Man auch an das ekonomisches denken ausser man hatt genug Geld und kann sich ganz zurueck ziehen und muss nicht arbeiten.
Vor ca. 5 Jahren war ich das letzte mal im Sueden ich finde mit MCS ist es unmoeglich dort zu leben
Zu viel Touristen
Schon aussenluft stinkt nach Duftstoffe und WC Duftsteine
Zu viel Pestizieden
Zu heiss (im Sommer ueberhaupt nicht vertraegliche Klima fuer mich)
Es wird ueberal geraucht,viel geraucht
Klor geruch,trinkwasser 0 qaulitet,mir wuerde schon schlecht bei Duchen von dem Klorgeruch.
Fuer mich Sueden 100% NO Gebiet!
- Editiert von alena-norge am 12.02.2011, 13:32 -

Eine Strategie für das Leben als Sensibler

BeitragVerfasst: Samstag 12. Februar 2011, 15:28
von gurux
Hallo,

USA ist eine Option da ich noch eine Arbeitsgenehmigung für dort besitze. Süden bin ich auch nicht mehr so überzeugt. Hängt hält wirklich vom ORt ab. Klar Meer, Natur, Fliesen ist immer gut. Aber eben auch kein garant.
Hinzukommt, dass meine MCS sich bei Kälte auch besser anfühlt...Echt komisch wenn ich überlege wir kälteempfindlich ich früher war und wie ich in der Sonne bruzzeln konnte. Jetzt ist es eher andersrum.

Luxusprobleme habe ich keine! Ich weiss wie scheisse, sich diese Krankheit anfühlt und ich weiss auch wie dramatisch die sozialen und finanziellen Folgen sind. Momentan kann ich eben noch entscheiden und denke muss es auch tun, damit es nicht soweit kommt.

Derzeit bin ich bei einem grossen Arbeitgeber, der sogar Verständis für meine Situation hat. Das Aufzugeben ist natürlich ein Schritt, wer weiss wie es beim nächsten ist. Dennoch dort bin ich krank geworden und es tut immer noch weh. Die Frage wie kann man es besser machen, solange man noch kann, ist also berechtigt und sehr wichtig.

Ich merke es ja momentan wieder bei der Wohnungssuche. Hoffnungslos und damit auch belastend für meine Partnerin.
Es muss doch einen Ansatz geben, wie es besser läuft und ich bin sicher, dass es ihn gibt, man muss ihn nur finden.

Gruss,
G

Eine Strategie für das Leben als Sensibler

BeitragVerfasst: Samstag 12. Februar 2011, 20:01
von sunday
an die krankenversicherung solltest du auch noch denken. jetzt bist du versichert, aber wenn du in amerika bist und da eine vers. brauchst wird es fast bis ganz unmöglich eine zu bekommen, da du schon krank bist. und selbst zahlen kann ein vermögen kosten vor allem wenn du mal ins krankenhaus mußt, z.b. durch einen unfall o.ä.

lg
sunday

Eine Strategie für das Leben als Sensibler

BeitragVerfasst: Dienstag 1. März 2011, 14:02
von darkat
Ich kann alena-norge nur zustimmen. Spanien und Portugal geht überhaupt nicht. (übrigens Türkei, Italien, .. auch nicht)
Ich hatte für den letzten Winter die naive Idee, mit dem Wohnwagen nach Süd-Spanien zu fahren (zum Überwintern, da mir die Winter-Luft in Berlin überhaupt nicht bekommt). Ich glaubte, dass die Luft im Süden besser ist, weil ja nicht ständig geheizt werden muss. Es wurde ein völliger Reinfall:
Was die üblichen Probleme angeht, z.B. jemanden zu finden, der für einen tankt usw., kann ich mich nicht beschweren, alle Menschen waren außerordentlich hilfsbereit.
Aber ab Barcelona brennt dieses verdammte Land. Jeder scheint seinen Olivenbaumschnitt usw. nur durch riesige Feuer entsorgen zu können, und der Abfall wird gleich noch drauf gepackt.
Je nach Kommune sind Feuer in den Naturschutzgebieten oft sogar verboten, aber das interessiert niemanden, nicht mal die Polizei.
Dazu kommt die furchtbare Angewohnheit, nicht nur in Rasierwasser zu baden, sondern auch, den Fußboden draußen! mit duftendem Zeug zu wischen, und jedes Auto mit laufendem Motor zu parken, wenn man nur für 5 oder 10 Minuten irgendwo anhält.
Mittlerweile glaube ich tatsächlich, dass man im Winter hier in Deutschland oder NL oder... am besten aufgehoben ist, allerdings keinesfalls in einer Ortschaft oder gar Großstadt.
gurux, ich kann dir daher nur raten, teste deine Ideen erst mal. Ich habe festgestellt, dass Orte, die ich in meiner gesunden Zeit sehr schön fand, aus heutiger Sicht überhaupt nicht mehr in Frage kommen.