Zwischenbilanz nach 30 Monaten
Umweltmedizinisches Beratungsnetz Schweiz
Nehmen Erkrankungen infolge von Umwelteinflüssen wie Elektrosmog wirklich so dramatisch zu, wie es zuweilen in den Medien dargestellt wird? Oder stecken hinter alarmierenden Verlautbarungen eher verkappte Interessen von Lobbyisten? Ein probehalber in der Schweiz aufgezogenes Umweltmedizinisches Beratungsnetz zieht jetzt eine ernüchternde Bilanz: In 30 Monaten Laufzeit meldeten sich in dem 8-Millionen-Einwohner-Land nur 185 Ratsuchende, davon machten 155 den Elektrosmog für ihre Beschwerden verantwortlich (07.04.2011)....
Elektrosensibilität dominant
Auf die Frage, ob sie glaubten, dass es Personen gäbe, bei denen im Alltag Elektrosmog Gesundheitsbeschwerden verursache, antworteten 97 % der Studienteilnehmer (30) mit ja. In einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung lag der entsprechende Anteil bei nur 5 % [4]. Das Gros der Studienteilnehmer (84 %, 26 Personen) bezeichneten sich als elektrosensibel, die restlichen fünf wussten es nicht oder gaben keine Antwort. Zum Vergleich: Im Rahmen der Schweizer Nationalfondsstudie “Qualifex” (Gesundheitsbezogene Lebensqualität und Exposition gegenüber hochfrequenten elektromagnetischen Feldern: Eine prospektive Gigaherz als Katalysator
Eine Erklärung für die Dominanz des Elektrosmogs bei den Anfragen könnte im Wirken des Vereins Gigaherz liegen. Seit März 2008 ist im Diskussionsforum des Vereins an exponierter Stelle ein Strang verankert, der auf das UMBN aufmerksam macht. Auch auf der Leitseite wird das UMBN aktiv beworben. Gigaherz betrachtet sich als Interessenvertreter von Elektrosmog-Betroffenen, Nach Auskunft seines Präsidenten vertrat der Verein Ende 2009 rund 60’000 Aktivisten und Sympathisanten.
Kohortenstudie) wurden 1122 zufällig ausgewählte Personen im Raum Basel (30 bis 60 Jahre) in zwei aufeinander folgenden Jahren unter anderem gefragt, ob sie sich als elektrosensibel einschätzen. Diese Frage wurde sowohl im Jahr 2008 als auch 2009 von rund 8 % der Befragten bejaht. Der Anteil der Befragten, die diese Frage in beiden Erhebungen bejahten, lag jedoch bei nur 4,6 %. Dies deutet darauf hin, dass bei einem Teil der überzeugten Elektrosensiblen, diese Einschätzung nur vorübergehend ist und dass der Anteil sich stark beeinträchtigt Sehender kleiner ist....
http://www.izgmf.de/Aktionen/Meldungen/Archiv_11/umbn/umbn.html