Sind Hormone im Wasser, verlieren Frösche die Lust.
Forscher des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei haben den Südafrikanischen Krallenfrosch näher untersucht. Dabei stellten sie fest, dass der Hauptwirkstoff der Antibabypille: das Östrogen Ethinylestradiol das Balzverhalten der Frösche beeinflusst. Schon bei geringer Hormonkonzentration im Wasser verloren die Frösche die Lust, innerhalb von zwei Tagen nahmen die Balzrufe und die Flirtversuche der Männchen ab und die Weibchen verweigerten die Paarung. Möglicherweise erklärt sich damit auch, weshalb Amphibienpopulationen weltweit schrumpfen. Die im Fachmagazin "PLoS One" veröffentlichte Studie ist die erste, die nachweist, dass umweltrelevante östrogne Stoffe das Verhalten von Amphibien beeinflussen. Waren die Tieren den Hormonen nicht mehr ausgesetzt, verhielten sie sich nach rund sechs Wochen in sexueller Hinsicht wieder wie vor der Studie. [tj]
(Quelle: PLoS One )
http://www.dradio.de/dlf/meldungen/forschak/1711162/