Handelsübliche Pestizide könnten Hummel- und Bienensterben auslösen.
Das berichten unabhängig von einander zwei Forschergruppen in "Science". Die Wissenschaftlerteams hatten nach möglichen Nebenwirkungen von Neonicotinoiden gesucht. Diese Insektizide sind synthetisch hergestellte Nervengifte für Insekten; sie gelten in geringer Konzentration jedoch als unbedenklich. Die Teams entdeckten nun jedoch, dass Hummelkolonien, die regelmäßig kleine Dosen dieser Insektizide mit den Pollen fraßen, deutlich langsamer wuchsen und nur zwei statt 13 Königinnen hervorbrachten. Bienen dagegen kehrten bei vergleichbaren Dosen oft nicht mehr von Sammelflügen zurück. Die Forscher vermuteten, dass das Nervengift den Orientierungssinn der Insekten störte und die Tiere den Stock nicht mehr fanden. So geschwächte Völker könnten schnell zugrunde gehen, wenn zum Beispiel die Varroa-Milbe den Staat befällt. [gät]
(Quelle: DOI:10.1126/science.1215025, DOI:101126/science.1215039)
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