styrolverseucht

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Beitragvon styrolverseucht » Sonntag 15. April 2007, 17:27

ich arbeite seit jahren mit epoxid-und polyesterharz. stelle fest, dass ich mich in dieser zeit in meiner persönlichkeit stark verändert habe (negativ).habe ausserdem taube finger und beim aufstehen bzw. hinsetzen starkes kribbeln in den beinen und schwindelgefühle. ich kann kaum noch schlafen und bin immer müde. wenn jemand zu mir sagt, das musst du machen, habe ich nach 10 minuten vergessen, was ich machen soll. kann mir jemand dazu etwas sagen?
vielen dank bea
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Beitragvon Lucca » Sonntag 15. April 2007, 17:59

Hallo Bea,

Leute, die in der Halbleitertechnik arbeiten, haben Kontakt mit Epoxidharzen.
Sie sind oft krank und haben schwere neurologische Schäden. Klassisch sind die
Leute, die in Siliconvalley in Californien arbeiten und die Computerchips herstellen.
Ihre Krankheit nennt man Siliconvalley Disease. Sie leiden neben den Symptomen die Du nennst
unter starker Lichtempfindlichkeit.

Ich schau mich für Dich um, was Epoxid- und Polyesterharze für Beschwerden verursachen.
Eins weiß ich vorweg, sie sensibilisieren. Das heißt, Du beginnst auf das Zeug zu reagieren.

Wie geht es Dir am Wochenende und an freien Tagen? Besser?

Lieben Gruß, Lucca
Lucca
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Beitragvon Lucca » Sonntag 15. April 2007, 18:07

Kannst Du englische Texte lesen Bea?
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Beitragvon Lucca » Sonntag 15. April 2007, 18:09

Noch was, gib Styrol in die Suchfunktion hier im Forum ein.
Rüdiger hat dazu was gutes eingegeben. Das hilft Dir schon etwas weiter für' Erste.

Grüße, Lucca
Lucca
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Beitragvon Lucca » Sonntag 15. April 2007, 18:52

Hallo Bea,

in dieser Studie wird dargelegt, das Styrol in hohem Maße oxidativen Stress auslöst und dabei
Glutathion (wichtig für die Entgiftung) auffrißt.

Styrol ist toxisch für Leber und Lunge.


http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?db=pubmed&cmd=Retrieve&dopt=AbstractPlus&list_uids=16971035&query_hl=32&itool=pubmed_docsum
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Styrol

Beitragvon Janik » Sonntag 15. April 2007, 20:16

Styrol

Synonyme : Styren, Vinylbenzol, Phenylethylen

Chemische Formel : C8R8

Beschaffenheit: Styrol ist das Monomer des Polystyrols. Es ist eine farblose Flüssigkeit mit eigentümlichem Geruch. In Wasser wenig löslich.

Verwendung/Vorkommen: Überwiegend zur Polymerisation (Polystyrol), Lösemittel für synthetische Gummis und Harze, Synthese­zwischenprodukt, Schutzschicht (z.B. Styrol-Butadien-Latex) Stoffwechselverhalten : Styrol wird über die Lunge, den Gastrointestinaltrakt oder die Haut aufgenommen und rasch im Körper verteilt. Die höchsten Konzentrationen können in Leber, Nieren, Fertgewebe und Gehirn nachgewiesen werden. Der Abbau erfolgt oxidativ über Styroloxid zu Phenylethylenglykol, Mandelsäure, Phenylglyoxylsäure und Benzoesäure, weitere Metaboliten: 4-Vinyl-phenol, Hippursäure. Nur ca. 2% der aufgenommenen Menge wird über die Lunge, der Rest als Metaboliten über den Harn Halbwertszeit: bis ca. 13 h) ausgeschieden (Schiwara et al., 1994).

Toxizität :MAK: 20 ppm (85 mg/m3) Akut: LD50 (Ratte, oral): 5 g/kg

Chronische Toxizität: Wahrscheinlich neurotoxische Dauerschäden, Leber- und Nierenschädigung nicht eindeutig geklärt, widersprüchliche Berichte zur Mutagenität und Teratogenität.

Die (D)-Form der Mandelsäure besitzt eine viermal höhere Mutagenität als das Enantiomere.

Wirkungscharakter: Reizende Wirkung auf Schleimhäute, neurotoxisch, Leber- und Nierenschädigung möglich.

Symptome : Reizung der Schleimhäute, Schwindel, metallischer Geschmack, Schwäche, Depressionen.

Kurz: Styrol ist eine Verbindung, die im Verdacht steht Krebs auslösen zu können. Styrol wird in erhöhter Konzentration meist in neu renovierten Gebäuden vorgefunden. Styrolbelastungen werden meist durch Polystyrolkunststoffe verursacht.

http://www.umweltanalytik.com/lexikon/ing33.htm
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Beitragvon Janik » Sonntag 15. April 2007, 20:18

Hallo Bea,
lies auch dazu Wikipedia:http://de.wikipedia.org/wiki/Styrol

Gefahren [Bearbeiten]Styrol ist entzündlich. Es wird über die Atmungsorgane, weniger über die Haut, aufgenommen und lagert sich hauptsächlich in Leber, Niere, Gehirn und im Fettgewebe ab. Es reizt die Atemwege, Haut, Augen und Schleimhäute. Bei Inhalation und Verschlucken kann es zu unspezifischen Symptomen wie Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen und Erregungszuständen kommen. Styrol kann fruchtschädigend wirken, wenn es in größeren Mengen eingenommen wird. Der MAK-Wert wurde 1987 von 100 ml/m³ auf 20 ml/m³ heruntergesetzt. Styrol steht im Verdacht krebserregend zu sein, hierzu liegen allerdings noch keine abschließenden Studien vor. Das beim Metabolismus entstehende Styroloxid stellte sich aber in Tierversuchen als eindeutig krebserregend heraus. Styrol zählt zu den Lösungsmitteln, die ototoxisch, d. h. gehörschädigend wirken. Styrol ist wassergefährdend (WGK 2), jedoch ist es biologisch über lange Zeit gesehen abbaubar. Styrol kann bei seinem Abbau mit sich selbst in Reaktion treten und sogar Explosionen verursachen. Mit einem Luftvolumenanteil von 0,9 bis 6,8 Prozent bildet es ein explosionsfähiges Gemisch.


Metabolismus [Bearbeiten]Im Körper wird es fast vollständig zu dem Epoxid Styroloxid oxidiert und danach zu Phenylethylenglykol, Mandelsäure, Phenylglyoxylsäure, Benzoesäure und Hippursäure abgebaut. Styrol wird nach etwa einem halben Tag über den Harn ausgeschieden.
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Beitragvon Janik » Sonntag 15. April 2007, 20:18

Toxikologische Daten (Akute Toxizität):

LD50 oral Ratte: 2650-5000 mg/kg; LC50 inhalation Ratte: 12 gm/m3/4H
Umwelttoxizität: LC50/96-Std.-Werte für Fisch liegen zwischen 1 und 10 mg/l.
MAK- Wert nach TRGS 900: 20 ppm (=85 mg/m3); Einteilung in III Kategorie 5
LOAEL: 34 mg/m³ in der Raumluft
Styrol wird (genau wie Trinkalkohol / Ethanol) als Stoff mit krebserzeugender und genotoxischer Wirkung eingestuft, dessen Wirkungsstärke jedoch als so gering erachtet wird, dass unter Einhaltung des MAK-Wertes kein nennenswerter Beitrag zum Krebsrisiko für den Menschen zu erwarten ist. Die Einstufung wird gestützt durch Informationen zum Wirkungsmechanismus, zur Dosisabhängigkeit und durch toxikokinetische Daten zum Spezies-Vergleich.

Bei gegenüber Styrol exponierten Bootsbauern (hohe Konzentrationen) zeigte sich eine Störung der DNA-Reparaturfähigkeit in Abhängigkeit von der Dauer der Exposition gegenüber Styrol während des gesamten Arbeitslebens der Probanden. Die Hypothese, dass zentralnervöse Prozesse in Folge der neurotoxischen Wirkung von Styrol die Beeinträchtigung der DNA-Reparatur verursachen wird weiter verfolgt

Stoffwechselverhalten

Styrol wird über die Lunge, den Gastrointestinaltrakt oder die Haut aufgenommen und rasch im Körper verteilt. Die höchsten Konzentrationen können in Leber, Nieren, Fettgewebe und im Gehirn nachgewiesen werden. Der Abbau erfolgt im Stoffwechsel oxidativ über Styroloxid zu Phenylethylenglykol, Mandelsäure, Phenylglyoxylsäure und Benzoesäure. Weitere beim Abbau entstehende Metaboliten sind: 4-Vinyl-phenol und Hippursäure. Nur ca. 2% der aufgenommenen Menge wird über die Lunge, der Rest als Metaboliten über den Harn (Halbwertszeit: bis ca. 13 h) ausgeschieden (Schiwara et al., 1994).

Chronische Toxizität:

Wahrscheinlich entstehen neurotoxische Dauerschäden. Leber- und Nierenschädigung sind nicht eindeutig geklärt. Widersprüchliche Berichte gibt es zur Mutagenität und Teratogenität. Die (D)-Form der Mandelsäure (ein Stoffwechselprodukt von Styrol bei der Umsetzung im Körper) besitzt eine viermal höhere Mutagenität als das Enantiomere.

Cancerogenität (Krebsrisiko):

Für Stoffe der Kategorien 4 und 5 sollte die gesundheitliche Überwachung der mit diesen Stoffen umgehenden Beschäftigten intensiviert werden, da bei Überschreitung der maximalen Arbeitsplatzkonzentration eine Erhöhung des Krebsrisikos möglich und zu vermuten ist. Die Umweltbehörde der USA hatte Styrol in Verdacht, krebserregend zu sein. Dieser Verdacht wird derzeit geprüft. Epidemiologische Studien ergaben bisher keine Hinweise auf ein Krebs auslösendes Potential. In hohen Dosen kann sich Styrol als fruchtschädigend erweisen

Symptome bei Styrolexposition

Reizung der Schleimhäute, Haut, Augen und der oberen Atemwege. Weitere mögliche Wirkungen sind: Schwindel, metallischer Geschmack, Schwäche, Depressionen, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Hirn-, Leber- und Nervenschäden (neurotoxisch). Für Styrol besteht Verdacht auf mutagene Wirkung.

Styrol ist eine entzündliche Flüssigkeit mit einem süßlichen Geruch. Die Flüssigkeit und auch konzentrierte Dämpfe wirken reizend auf und Schleimhäute. Es kann zu Müdigkeit, Brechreiz, Gleichgewichtsstörungen und verlängerten Reaktionszeiten kommen.

Vergiftungssymptome beim Menschen sind Zittern und Kontrollverlust von Bewegungen. Styrol kann bei besonders empfindlichen Personen nach Inhalation Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Tachykardie, Arrhythmie, Hypotonie, Erregungszustände, cerebrale Krampfanfälle, Bewusstlosigkeit, Schleimhautreizungen, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche hervorrufen.

Nach längerem Hautkontakt entsteht eine schmerzhafte Rötung, evtl. mit Blasenbildung.

Nach oraler Aufnahme kommt es zu Leibschmerzen, Erbrechen mit Aspirationsgefahr, Durchfall und resorptiver Giftwirkung wie bei Inhalation.

Therapie

Bei Inhalation: Entfernung aus dem toxischen Gefahrenbereich (Atemschutz), Gabe von Sauerstoff, ggf. Beatmung.

Nach oraler Giftaufnahme: kein Erbrechen auslösen (Aspirationsgefahr), ggf. Magenspülung unter Intubationsschutz; intensivmedizinische Maßnahmen.

http://www.biomess.de/biomess-Site/styrol_toxizitat.htm
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Beitragvon Janik » Sonntag 15. April 2007, 20:21

Das hier scheint mir wichtig:

Styrolexposition bei Arbeitern im kunststoffverarbeitenden Gewerbe

Styrolbelastungen - MAK-Wert meist nicht eingehalten

Nur in 2 von 13 untersuchten Betrieben wurde der MAK-Wert für Styrol eingehalten. Dieses bedenkliche Ergebnis erbrachte eine Untersuchung der hessischen Arbeitsschutzbehörden. In vielen der Kunststoff verarbeitenden kleineren Betriebe werden die technischen und organisatorischen Arbeitsschutzmöglichkeiten für Styrol nicht genutzt.

Es ist allgemein bekannt, dass Kunststoff verarbeitende Betriebe, die styrolhaltige Reaktionsharze verarbeiten, sich schwer tun, den MAK-Wert für Styrol einzuhalten. Das hat z.B. im vergangenen Jahr eine Bremer Untersuchung klar gezeigt (vgl. Arbeit & Ökologie-Briefe 22/1999, Seite 4). Nun wurde dieses Problem in einer hessenweiten Schwerpunktaktion der staatlichen Arbeitsschutzbehörden ebenfalls untersucht. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift "Arbeitsmedizin - Sozialmedizin - Umweltmedizin" (ASU, Heft 7/2000) ausführlich vorgestellt.

Styrol ist eine gesundheitsschädliche Flüssigkeit, deren Dämpfe unangenehm riechen. Styrol fungiert zum einen als Lösemittel, zum anderen auch als chemisch reaktionsfähiger Vernetzer, der dem Material Härte und Beständigkeit verleiht. Styrol wird z.B. häufig im Boots- und Karosseriebau verwendet sowie überall dort, wo Teile aus Kunstharz gefertigt werden. Der MAK-Wert für Styrol wurde 1987 von bis dato 100 ppm (parts per million) auf 20 ppm gesenkt (entspricht 85 Milligramm pro Kubikmeter) und danach so in die TRGS 900 übernommen. Schon damals zeigte sich, dass viele Betrieb Schwierigkeiten hatten, diesen neuen Grenzwert einzuhalten. Es gab vorübergehend Ausnahmegenehmigungen, die aber Ende 1995 ausgelaufen sind.

Styrol wird überwiegend über die Atemwege aufgenommen. Es kann Schädigungen des zentralen und peripheren Nervensystems (Neurotoxizität) sowie Reizerscheinungen der oberen Atemwege verursachen. Erhöhte Krebsrisiken, z.B. für Lunge, Leber oder das blutbildende System, werden vermutet, sind aber nicht zweifelsfrei nachgewiesen.

In der Studie wurden 182 Beschäftigte in 13 Kunststoff verarbeitenden Betrieben untersucht, davon 15 Frauen und 167 Männer (Urin- und teilweise auch Blutproben). Die Untersuchten verrichteten Handlaminier-, Wickel- und Gelcoatierarbeiten, teilweise auch Heißpressarbeiten und Polyester-Gießarbeiten.

Für 100 Beschäftigte konnten Schichtmittelwerte entsprechend den Mindestanforderungen der TRGS 402 ermittelt werden. Die gemessenen minimalen Raumluftkonzentrationen lagen bei 4,2 mg/m3, die maximalen bei 321 mg/m3. Der Medianwert betrug 50 mg/m3. 31% der Schichtmittelwerte überschritten den MAK-Wert. Nur in 2 der untersuchten 13 Betriebe lagen alle Schichtmittelwerte unterhalb des MAK-Werts. In allen anderen Betrieben wurden für einen oder mehrere Beschäftigte z.T. erheblich Überschreitungen des MAK-Wertes ermittelt. Zwischen der Raumluftbelastung und den im Biomonitoring ermittelten Werten bestanden signifikante Zusammenhänge.

Die Beschäftigten sind somit teilweise stark belastet. Die Autoren der Studie sprechen selbst von einer z.T. erheblichen Styolexposition der Beschäftigten in Kunststoff verarbeitenden Betrieben. Die Grenzwertüberschreitungen wurden sowohl bei handwerklichen Arbeitsverfahren als auch bei teilmechanisierten Verfahren festgestellt. Eine gesundheitliche Überwachung war in diesen Betrieben demnach nicht möglich gewesen. § 19 der Gefahrstoffverordnung schreibt bei solchen Überschreitungen des MAK-Wertes (auch wenn die BAT-Werte eingehalten sind) Sanierungsmaßnahmen vor.

Die Autoren der Studie schlagen vor, zu prüfen, ob alle möglichen technischen oder organisatorischen Schutzmaßnahmen umgesetzt waren. Entsprechende Hinweise gibt das Merkblatt „Styrol“ der Berufsgenossenschaft Chemie. Eine dieser Maßnahmen wäre z.B. das Entfernen offenstehender Behälter oder herumliegender gebrauchter Arbeitsgeräte. Durch unachtsames Verhalten dieser Art wurde nämlich bereits die Grundbelastung mit Styrol unnötig erhöht. Gleichzeitige Reinigungsarbeiten mit anderen Lösemitteln wirkten ebenfalls zusätzlich belastend. Die Autoren verweisen weiterhin auf persönliche Schutzausrüstungen wie Gebläse unterstützte Atemschutzhauben. Diese dürfen allerdings nicht ständig getragen werden.

Weitere Informationen:
Ulrich Bolm-Audorff u.a.: Styrolbelastung von Beschäftigten in der Polyesterharz verarbeitenden Industrie,
in: ASU, Heft 7/2000, S. 312-315.
Das Einzelheft kostet 26 Mark zzgl. Versand.
Bestelladresse:
Alfons W. Gentner Verlag, Postfach 10 17 42, 70015 Stuttgart,
Tel.: 0711/636 72-0, Fax: 636 72-69.



http://www.biomess.de/biomess-Site/styrolexposition.htm
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Beitragvon Janik » Sonntag 15. April 2007, 20:23

Styrol


S. wird auch als Phenylether oder Vinylbenzol bezeichnet. S. ist eine farblose, stechend riechende Flüssigkeit (Siedepunkt 146°C), die mit Die L. besteht hauptsächlich aus den Gasen Stickstoff (ca. 78 Vol.-%), Sauerstoff (ca. 21 Vol.-%), ca. 0,03 Vol.-% Kohlendioxid, unterschiedlichen Edelgasen (weniger als 1 Vol.-%) sowie verschiedenen Schadstoffen. Luft explosive Gemische bildet.

Bei S.-Konzentrationen von 50 ppm in der Die L. besteht hauptsächlich aus den Gasen Stickstoff (ca. 78 Vol.-%), Sauerstoff (ca. 21 Vol.-%), ca. 0,03 Vol.-% Kohlendioxid, unterschiedlichen Edelgasen (weniger als 1 Vol.-%) sowie verschiedenen Schadstoffen. Luft beobachtet man Reizungen der Schleimhaut und der oberen Atemwege; bei S.-Konzentrationen von über 200 ppm Müdigkeit, Brechreiz, Gleichgewichtsstörungen und verlängerte Reaktionszeiten. S. wirkt als Nervengift und schädigend auf die Fortpflanzungsfunktion. Bei Konzentrationen oberhalb von 0,08 ppm kann es bereits am Geruch wahrgenommen werden, jedoch erfolgt bei längerer Exposition ein Gewöhnungsprozeß.

Die Aufnahme von S. erfolgt überwiegend über Einatmung von Gasen, Dämpfen, zerstäubten Flüssigkeiten. Teile der inhalierten Stoffe gelangen durch Aufnahme über die Schleimhäute des Lungengewebes in den Körper und entfalten dort ihre Wirkung. Inhalation; über die haut ist Aufnahme gering. S. wird im Der Begriff O. wird für ein- oder vielzellige, lebende Wesen, dessen Teile ein funktionelles Ganzes ergeben oder für das gesamte System der Organe eines Lebewesens oder für ein tierisches oder menschliches Gemeinwesen benutzt. Organismus nahezu vollständig zu 7,8-S.-Oxid umgewandelt. Im Tierversuch stellte sich 7,8-S.-Oxid als eindeutig krebserregend heraus. 1987 wurde der MAK-Wert von 100 ppm auf 20 ppm gesenkt.

S. wird großtechnisch aus B. ist der chemische Grundbaustein der Stoffklasse der Aromaten. B. ist eine stark giftige, farblose, brennbare Flüssigkeit, in Wasser wenig löslich, erst unter extremen Bedingungen zersetzbar; B.-Luft-Gemisch explosiv. Gewinnung hauptsächlich aus Erdölraffination, weniger aus Steinkohle und Kokereigas. Benzol und Ethylen, auch Ethen genannt, ist ein farbloses, schwach süßlich riechendes, brennbares Gas. Luftgemische mit 3 bis 29 Volumenprozent Ethylen sind explosiv. Ethylen hergestellt. Bei diesem ersten Schritt wird Aluminiumtrichlorid in großen mengen als Ein K. besitzt die Eigenschaft, die Geschwindigkeit bestimmter chemischer Reaktionen zu erhöhen, ohne dabei selbst eine Veränderung zu erfahren. Katalysator zugesetzt. Zur Herstellung von Aluminiumtrichlorid werden Aluminium ist das dritthäufigste Element (8,13 Prozent) und häufigste Metall der Erdkruste. Es liegt in der Natur hauptsächlich in Form schwerlöslicher Oxide und Silikate in Form von Tonmineralien vor und kommt deswegen nur in Spuren in biologischen Systemen vor. Aluminium und Chemisches Element der VII. Hauptgruppe (Halogene), Symbol Cl, Ordnungszahl 17, Schmelzpunkt -100,98 Grad C, Siedepunkt -34,06 Grad C, giftiges, stechend riechendes, gelbgrünes Gas (Cl2), MAK-Wert 0,5 ppm (ml/m3). Chlor benötigt, zwei Stoffe, deren Herstellung mit großen Umweltbelastungen verbunden sind. Als Zwischenprodukt erhält man Ethylbenzol, das durch Wasserstoffentzug (Dehydrierung) in S. umgewandelt wird. Dazu setzt man Chromtrioxid als Ein K. besitzt die Eigenschaft, die Geschwindigkeit bestimmter chemischer Reaktionen zu erhöhen, ohne dabei selbst eine Veränderung zu erfahren. Katalysator ein., Chromtrioxid ist, wie alle Chromverbindungen der Oxidationsstufe +6, ein Stoff, der in staubförmigen Zustand im Tierversuch als eindeutig krebserregend identifiziert wurde. Reste dieses Katalysators können im S. verbleiben.

S. wird als Lösemittel für ungesättigte Polyesterharze und in Elastormeren (z.B. Styrol-B. (1,3-B.) ist ein farbloses, leicht zu verflüssigendes Gas mit mildem Geruch. Butadien-K. wird in Natur-K. und Synthese-K. unterschieden. Natur-K., auch Latex genannt, wird aus dem weißen, milchigen Saft des Hevea-Baumes gewonnen.{/ Kautschuk), hauptsächlich aber zur Polystyrolherstellung verwendet.

http://www.umweltlexikon-online.de/fp/archiv/RUBwerkstoffmaterialsubstanz/Styrol.php
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GANZ WICHTIG FÜR DICH

Beitragvon Janik » Sonntag 15. April 2007, 20:26

Lies diese Abhandlung - Arbeiten mit Styrol - von Prof. Dr. Frenzl Beyme bitte ganz:

http://www.oeko-works.de/fileadmin/oekoworks/dokumente/gewerkschaften/edition.pdf
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Beitragvon styrolverseucht » Montag 16. April 2007, 13:56

Vielen, vielen Dank.Ihr habt mir wirklich sehr geholfen.Schon gut zu wissen, dass man nicht alleine ist, und auch nicht bekloppt.
Gruß bea
styrolverseucht
 


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