Warum Sterbenskranke noch mit aufwendigen Operationen gequält werden
Operieren bis zum Tode
aus der Sendung vom Dienstag, 4.3. | 22.00 Uhr | Das Erste
Report Mainz, 4.3.2014 | 6:03 min
Patientenvertreter, Experten und Anwälte sprechen gar von einem Massenphänomen: Todkranke Patienten müssen kurz vor Lebensende noch aufwändige Eingriffe über sich ergehen lassen. Und das, obwohl sie teils nur noch wenige Wochen zu leben haben. Wissenschaftliche Studien, in denen Chefärzte anonym befragt wurden, zeigen: Hinter vielen unnötigen Operationen stecken ökonomische Motive. Denn je mehr Erkrankungen eine Klinik behandelt – so genannte „Fälle“, desto mehr verdient sie. So sieht es das Fallpauschalensystem vor. Patienten am Lebensende sind dabei laut Experten für die Krankenhäuser besonders interessant. Sie leiden oft unter Mehrfacherkrankungen, auch rein ökonomisch motivierte Operationen lassen sich somit leichter rechtfertigen. Wir haben Angehörige getroffen, deren Geschwistern, Eltern und Ehepartnern ein würdevolles Ende genommen wurde.
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REPORT MAINZ fragt
Rechtsanwalt Joachim Laux
aus der Sendung vom Dienstag, 4.3. | 22.00 Uhr | Das Erste
Er vertritt viele Patienten und deren Angehörige unter anderem bei Behandlungsfehlern.
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