Welche Hilfsmittel hat Eure KK übernommen?

Welche Hilfsmittel hat Eure KK übernommen?

Beitragvon Maxi Cooper » Samstag 26. Juni 2010, 21:41

Hat Eure Krankenkasse die Kosten für MCS-Hilfsmittel übernommen?

Haben wir überhaupt eine Chance auf Kostenerstattung durch die KK?

Gruß Max
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Beitragvon Alex » Samstag 26. Juni 2010, 22:49

Hallo Max,

was versthest Du konkret unter "MCS-Hilfsmitteln"?

Gruß,
Alex
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Welche Hilfsmittel hat Eure KK übernommen?

Beitragvon Clarissa » Sonntag 27. Juni 2010, 08:39

Luftfilter, Wasserfilter, Atemmasken, Sauerstoff, etc.
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Welche Hilfsmittel hat Eure KK übernommen?

Beitragvon Maxi Cooper » Montag 5. Juli 2010, 15:03

Hallo Alex,

so wie Clarissa berichtet:

Raumluftfilter
Atemschutzmaske
Sauerstoffversorgung
Diagnostik für Umweltkranke
MCS verträgliche Medikamente - Nahrungsergänzungsmittel etc.

Welche Möglichkeiten hätten wir denn, Kostenerstattung zu erreichen?
Vermutlich keine, oder?

Ich glaube aber, dass ich früher einmal davon gehört habe, dass KK einem
auch alternative Arznei bezahlen müssen, wenn keine andere Therapie
möglich ist, ich bin mir aber nicht mehr ganz sicher.

Wisst Ihr darüber Bescheid?
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Beitragvon Christiane » Samstag 31. Juli 2010, 06:37

Hallo zusammen,

das würde mich auch sehr interessieren. Ich habe erst seit Mai die Diagnose MCS gestellt bekommen und seitdem häufen sich die Kosten.
Habe jetzt mit meiner Krankenkasse telefoniert (allerdings wegen einer anderen Sache) und mal so "nebenher" die Frage gestellt, ob sie irgendwelche Kosten übernehmen würden.
Die Antwort von dem Callcenter-Mitarbeiter war natürlich nein.

Nun frage ich mich, ob ich das Ganze vielleicht nicht mal schriftlich machen sollte.
Hat da einer von euch Erfahrung an wen ich da am besten schreibe bei meiner KK? Ich bin bei der Techniker Krankenkasse.
Christiane
 

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Beitragvon Amazone » Samstag 31. Juli 2010, 15:17

@ Christiane,

bevor man bei der KK Hilfsmittel beantragt, müssen diese von einem Arzt medizinisch verordnet werden.

Ein aktuelles Hilfsmittelverzeichnis (ca. 14 MB) findet man unter:

https://http://www.gkv-spitzenverband.de/Aktuelles_Hilfsmittelverzeichnis.gkvnet

Gruß Amazone
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Welche Hilfsmittel hat Eure KK übernommen?

Beitragvon Osmanthus » Samstag 31. Juli 2010, 16:15

Hallo Christiane,

welche Hilfsmittel brauchst Du denn?

LG, Osma
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Welche Hilfsmittel hat Eure KK übernommen?

Beitragvon Christiane » Sonntag 1. August 2010, 09:34

Hallo Amazone, hallo Osmanthus,

vielen Dank für eure Antworten.
Zur Zeit brauche ich nichts Aktuelles.
Will mich nur schon vorbereiten und gerade bei solchen Sachen keine Fehler machen.
Und der Tipp, dass mein Arzt mir solche Hilfsmittel (wie z.B. eine Atemschutzmaske) verordnen muss, da bin ich selbst noch nicht drauf gekommen.
Habe mir erstmal eine selber besorgt.

Ist alles noch sehr neu für mich und manchmal weiß ich gar nicht, wo ich zuerst lesen soll. Was wichtig ist und wie ich an alle Produkte (Waschmittel, Shampoos etc.) kommen soll. Dafür habe ich die letzten Monate die meiste Zeit aufgebracht.

Ich habe aber wohl großes Glück, bei mir hat das MCS (zur Zeit zumindest), nicht so extreme Auswirkungen, wie bei manch anderen, von denen ich gelesen habe.
Ich fühle mich zwar im "normalen" Leben eingeschränkt, bin aber irgendwie auch dankbar (nach all dem Gelesenen), dass es alles noch einigermaßen geht.

Ich weiß halt nur nicht, wie es weitergeht. Dafür werde ich mich hier erstmal weiter durchlesen, um zu sehen, ob es viele gab, bei denen die Krankheit erst so relativ harmlos (und das jetzt bitte nicht falsch verstehen, ich nehme es sehr ernst) anfing und dann immer schlimmer wurde.
Allerdings habe ich davor auch Angst und deswegen kann ich mich immer nur Stückweise ins Thema einlesen, sonst macht es mich noch mehr fertig...

Ich bin auf jeden Fall froh, dass ich nun hier "gelandet" bin und mich austauschen kann.

Einen schönen Sonntag
die ich vertrage
Christiane
 

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Beitragvon sunday » Sonntag 1. August 2010, 11:56

hallo,

bei mir fing es rel. "harmlos" an (die schon vorhandenen beschwerden brachte ich mangels infos nicht mit chemie in verbindung).
ich konnte zwar schon früh keine chem. medis und keinen alkohol vertragen und bekam auch von parfümierten sachen kopfschmerzen (was mir aber lange nicht so bewußt war, ich hab sie nur gemieden, weil ich den geruch unangenehm fand), aber die extreme unverträglichkeit von geringsten mengen an chemikalien und parfüm trat erst so nach und nach auf und wurde dann vor ein paar jahren plötzlich ganz schlimm.

wahrscheinlich weil ich die sachen mangels infos vorher nicht konsequent genug meiden konnte. es waren teils aber auch chemikalien, die man garnicht riechen kann (pcp, lindan etc.) und wo nur nach längerer zeit und stark zunehmenden beschwerden durch zufall die ursache gefunden wurde (einmal von einem toxikologen, an den ich auch nur zufällig geriet, weil er nur internist auf dem schild stehen hatte und nichts von toxikologie).

und einmal, weil mein damaliger chef ein messie war und ich erst nachdem ich schon wochenlang berge von müll entsorgt hatte (was eigentlich nicht zu meinen aufgaben gehörte, aber ich kann keine leute in einem raum beraten, in dem sich der müll stapelt) in einem schrank ein paar große flaschen mit einem lindanhaltigen spray fand, die er alle in dem winzigen raum, in dem ich meinen arbeitsplatz hatte, versprüht hat und wo dann das lindan munter ausgaste (der typ hatte nicht nur medizin studiert, sondern sich auch auf entgiftungen von amalgam etc. spezialisiert und kassierte in seiner "naturheilkúnde"praxis damit reichlich ab. diese und etliche andere sehr schlechte erfahrungen mit ärzten und krankenhäusern führten dazu, daß ich wieder den beruf gewechselt habe und noch nicht mal mehr die ernährungs- und gesundheitsberatung in arztpraxen gemacht habe, weil ich mit ärzten nichts mehr zu tun haben wollte).

erst seit ich durch das internet (und vor allem durch csn :-))) mehr infos habe, konnte ich versuchen, alle möglichen chemikalien zu meiden, was sehr schwierig ist, wenn man sehr wenig geld hat.

anfangs hab ich das auch mit luftfiltern, masken, wasserfiltern etc. versucht, aber das brachte leider garnichts.
wenn z.b. ein parfümierter im raum war, roch es trotz teurem luftfilter (icleen) immer noch so sehr nach parfüm, daß ich ganz massive (teils lebensbedrohliche) beschwerden bekam.

erst durch ganz konsequentes meiden von allem unverträglichen (auch unverträgliches essen etc.), besserte es sich ganz langsam wieder soweit, daß ich wieder deutlich weniger beschwerden habe (aber nur solange ich chemie und vor allem parfümierte meide).

wenn man gleich bei den ersten beschwerden entsprechende maßnahmen trifft (alles chemisch behandelte aus der wohnung entfernen, oft lüften, kein leitungswasser trinken, sondern gutes quellwasser aus glasflaschen oder mit einem wirklich guten aktivkohlefilter gefiltertes wasser (wobei die leider sehr schnell innen schimmel ansetzen, den man wegen der unzugänglichkeit mancher teile kaum entfernen kann), absolut nichts parfümiertes benutzen und sich auch nicht mit parfümierten leuten in einem raum aufhalten, pc`s und e-geräte, die flammschutzmittel ausgasen, möglichst meiden, unverträgliche dinge in der wohnung (pvc etc.) austauscht, schimmel meidet), kann es gut sein, daß es dann garnicht erst schlimmer wird und sogar die bestehenden beschwerden verschwinden oder soweit besser werden, daß man kaum was merkt.

wenn du hier im forum rumliest, findest du jede menge tips, die hilfreich sind.

lg
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Beitragvon Seelchen » Sonntag 1. August 2010, 12:27

Bei mir wurde trotz ärztlicher Verordnung die Übernahme der dringend benötigten Sauerstoff Flasche abgelehnt und das schon 2 Male von der KK.
Atemschutzmasken übernehmen die auf keinen Fall..aber die Diagnosekosten in Bredstedt und Neukirchen.
Seelchen
 

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Beitragvon Christiane » Sonntag 1. August 2010, 12:34

Danke für eure Antworten.
Was mich interessieren würde, wie kann ich erfahren, auf welche Chemikalien ich reagiere? Ich bin bei Dr. Bartram in Behandlung, aber darüber habe ich mit ihm noch nicht gesprochen.
Und wie stellt ihr fest, dass die Chemikalien, auf die ihr reagiert, in irgendwelchen Möbeln, Kleidungsstücken etc. sind??
Christiane
 

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Beitragvon Clarissa » Sonntag 1. August 2010, 13:02

liebe christiane das geht fast nur über die try and error methode, bei verdacht alles entfernen und dann stück für stück wieder in dein umfeld rein und dann merkst du recht schnell ob es dir bekommt oder nicht. das ist aber keine garantie das das auch so ein leben lang bleibt.
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Beitragvon sunday » Sonntag 1. August 2010, 14:36

alles was nach chemie oder parfüm riecht sollte man meiden, dekontaminieren, wenn es geht oder sonst verschenken, verkaufen oder wegwerfen und neues garnicht erst kaufen, wenn es auch nur ein winziges bißchen nach chemie oder parfüm riecht. letzteres spart viel geld und viele beschwerden.

bei sachen, die nicht riechen, hilft das von clarissa beschriebene verfahren.
und wenn man seine wohnung etc. soweit möglich in ordnung gebracht hat und immer noch beschwerden hat, hilft es, darauf zu achten, ob man z.b. am wochenende weniger beschwerden hat, dann könnte am arbeitsplatz noch einiges sein (wobei man da oft kaum was machen kann und evtl. den arbeitsplatz wechseln muß) und wenn man durchgehend beschwerden hat, kann es helfen, für ein paar tage ans meer zu fahren, dort ein chemiefreies zimmer zu mieten (gibt es teils schon und im süden sind uralte hotels oder pensionen, die schon ewig nicht renoviert wurden oft noch ok, wenn man darum bittet, daß das zimmer während des aufenthalts nicht geputzt wird und erst mal an der bettwäsche riecht, ob sie nicht mit parfümiertem waschpulver gewaschen wurde) und sich da den ganzen tag am strand aufhält und schaut, ob die beschwerden da nachlassen.
wenn nicht, könnte es sein, daß ein teil der beschwerden auch durch nmu bedingt sind, histaminintoleranz macht z.b. teils die gleichen symptome wie mcs, was aber selbst die umweltmediziner oft nicht wissen oder beachten.
da du noch ganz am anfang bist und schon kompetente hilfe gefunden hast, hast du aber noch sehr gute chancen, wieder beschwerdefrei zu werden und vor allem eine weitere verschlimmerung zu verhindern.

lg
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Beitragvon Christiane » Sonntag 1. August 2010, 16:33

Also, alle Sachen die duften sind längst verbannt hier zuhause.
Ausserdem habe ich den Vorteil, dass ich selbstständig bin und ganz liebe Mitarbeiter habe, die nun auch auf sämtliche Duftstoffe verzichten.
Okay, bei Kundenkontakten lässt es sich leider nicht vermeiden, da sind wir aber mittlerweile soweit (endlich ist meine 1. Auszubildende ausgelernt und arbeitet fest bei mir), dass ich viele Aufträge abgeben kann und da wir Stammkunden haben (wir dekorieren Schaufenster), wissen wir mittlerweile, wo ich es gar nicht aushalte und wo es meistens geht.
Das erleichtert meine Situation ungemein. Dann mache ich einfach Arbeiten im Büro oder in der Firma und wir schaffen unser Pensum.

Da bei mir eine Schimmelpilzallergie festgestellt wurde und anhand von Proben auch nachgewiesen wurde, dass sich in meinem Wohnumfeld Schimmel befindet (die Firma ist gsd Schimmelfrei), macht mir das natürlich zuhause einige Probleme.
Nun haben wir im Badezimmer in den Fugen auf dem Fußboden Schimmel gefunden und wissen nicht wirklich was wir tun können.
Ausser alles rausreißen und neu machen.
Wir sind aber schon seit über einem Jahr auf der Suche nach einem neuen Zuhause und nun hat sich durch MCS die Suche noch weiter erschwert (wir waren vorher schon sehr wählerisch *seufz* ;-) ).
Da sind wir jetzt am überlegen, ob es sich noch lohnt, zumal der Vermieter hier ganz klar gesagt hat, dass er nichts dagegen macht und wenn es mir nicht passt, dass ich doch einfach ausziehen soll. Da mag ich ihm eigentlich nicht noch den Boden neu machen.
Zumal wir was in Aussicht haben, es allerdings fraglich ist, ob es wirklich frei wird in absehbarer Zeit (dort wird die Miete nicht bezahlt).
Ausserdem habe ich natürlich auch Angst, jetzt neu zu fliesen wegen den Fliesen, Kleber usw....

Ach Mann, mein Leben ist auf einmal so kompliziert geworden...
- Editiert von Christiane am 01.08.2010, 16:33 -
Christiane
 

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Beitragvon Clarissa » Sonntag 1. August 2010, 17:03

schimmel in fugen, wenn du alkohol verträgst dann kann man ihm damit sehr gut bei kommen, mit einem dampfreiniger die fugen reinigen. solltest du aber nicht selber machen und sehr gut lüften! ich habe mein bad so gereinigt und hatte keinen rückfall, ist schon 5 jahre her.
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Beitragvon Christiane » Sonntag 1. August 2010, 17:38

Was ist denn mit dem Jati Schimmelpilz Entferner von purenature?
Oder der AURO® Schimmelentferner von Oeko-Planet?
Beim Auro habe ich selber schon gesehen anhand der Inhaltsstoffe, dass er wohl nicht so "gut und unschädlich" ist wie in der Beschreibung versprochen.
Aber was ist mit dem von Purenature?

Ich würde auch die Wohnung in der Zeit der Sanierung verlassen und auch ggf. in länger weg bleiben, wenn nötig...
Christiane
 

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Beitragvon Clarissa » Sonntag 1. August 2010, 18:21

ich habe das fertigzeug alles nicht vertragen, 80%iger isoprop-alkohol, einen dampfreiniger kann man auch mieten.
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