Ein Insektizid schädigt das Gehirn von Ungeborenen.
Das auch in Deutschland genutzte Schädlingsbekämpfungsmittel Chlorpyrifos verursacht bei Babys im Mutterleib offenbar bleibende Hirnschäden. Das schreiben US-amerikanische Wissenschaftler im Fachmagazin PNAS. Demzufolge lassen auch schon als ungiftig geltende Mengen des Mittels wichtige Bereiche der Großhirnrinde schrumpfen, was im späteren Leben zu Einbußen der geistigen Leistung führt. Das Insektizid wird weltweit in der Landwirtschaft eingesetzt, in Deutschland vor allem im Obst- und Weinanbau. Das Mittel ist auch in frei verkäuflichen Produkten gegen Schädlinge in Haus und Garten erhältlich. Bislang gibt es keine Stellungnahme des Bundesverbraucherschutzministeriums zu den Studienergebnissen.
[mst]
(Quelle: PNAS (doi: 10.1073/pnas.1203396109) )
http://www.dradio.de/dlf/meldungen/forschak/1745898/