Anästhesie bei MCS

Anästhesie bei MCS

Beitragvon Silvia K. Müller » Montag 28. April 2008, 17:57

Hallo,
es wurde angeregt, den Artikel über Anästhestika für MCS Patienten
mit den neuesten medizinischen Erkenntnissen abzugleichen. D
as ist eine sehr gute Idee, weil es jeden von uns, jeden Tag treffen kann.

Kennt jemand einen Anästhesisten, der uns behilflich sein könnte?
Es ginge um Hinweise, was es Neues gibt und auch um neueste Informationen
über Xenon.

Falls sich jemand zusätzlich an Recherchen beteiligen kann, wäre
auch damit sehr geholfen. Ziel ist ein Artikel, der bei Hausarzt
hinterlegt und an OP Ärzte weitergegeben werden kann.

Vielen Dank für Eure Mithilfe,
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Silvia K. Müller
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Anästhesie bei MCS

Beitragvon Marcel S. » Montag 5. Mai 2008, 17:34

Diese Idee ist spitze. Genau das Problem hatte ich neulich, die Ärzte sind ratlos und schauen einem zudem noch fragend an, weil sie mit den Medikamenten-Unverträglichkeiten von MCS Kranken nicht umzugehen wissen.
Marcel S.
 

Anästhesie bei MCS

Beitragvon Silvia K. Müller » Dienstag 6. Mai 2008, 09:38

Hallo Marcel,
ich würde mich freuen, wenn wir 2-3 Leute zusammen bekämen, die mithelfen das Thema
gründlich zu recherchieren und die Ergebnisse zu veröffentlichen.

Viele Grüsse,
Silvia
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Silvia K. Müller
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Anästhesie bei MCS

Beitragvon Amazone » Dienstag 6. Mai 2008, 10:43

Vielleicht kann jemand Kontakt mit Prof. Stuttmann aufnehmen.


Die Zukunft der Xenon Anästhesie - EKU Elektronik auf dem DAC 2008
22.04.2008

Auf dem diesjährigen Deutschen Anästhesiecongress (DAC), der vom 26. bis 29. April in Nürnberg stattfinden wird, präsentiert EKU Elektronik seine Kompaktklasse von Narkosegeräten, zu der auch der TANGENS 2C zählt. Dieser basiert auf der bewährten Anästhesiestation TANGENS und wurde technisch mit einer Option für die Anwendung von Xenon zur Narkose weiter entwickelt. Vor wenigen Tagen wurde in den Berufsgenossenschaftlichen Kliniken Bergmannstrost in Halle an der Saale der TANGENS 2C zum ersten Mal erfolgreich mit Xenon am Patienten eingesetzt. Seitdem werden am TANGENS 2C täglich Narkosen mit Xenon bei unterschiedlichen Eingriffen durchgeführt.

PD. Dr. R. Stuttmann, Direktor der Klinik für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin, Schmerztherapie der Berufsgenossenschaftlichen Kliniken Bergmannstrost, erklärt: „Xenon ist eine wichtige und sehr interessante Innovation auf dem Gebiet der Inhalationsanästhesie aus medizinischer und umwelttechnischer Sicht. Das Edelgas Xenon geht keine chemischen Reaktionen im Körper ein und hat als NMDA Rezeptor Antagonist ein vorteilhaftes Wirkprinzip. Die Zeiten für das Anfluten und Abfluten des Narkosegases sind aufgrund der physikalischen Eigenschaften extrem kurz. Neben anderen positiven Eigenschaften garantiert deshalb eine Narkose mit Xenon ein schnelles Erwachen, unabhängig von der Operationsdauer und dem Alter der Patienten. Xenon hat organprotektive Eigenschaften und ist als natürliches Gas der Atemluft unbedenklich für die Umwelt. Mit dem neuen TANGENS 2C können jetzt die Vorteile von Xenon im medizinischen Alltag genutzt werden“.

Nach der Zulassung von Xenon pro Anaesthesia als Arzneimittel durch die Firma Air Liquide Deutschland ist es nun EKU Elektronik gelungen, ein neues, routinemäßig anwendbares, innovatives Dosiersystem für Xenon auf dem Markt einzuführen und den Anwendern anzubieten. Erst die aktuelle Entwicklung TANGENS 2C ermöglicht den klinischen Einsatz von Xenon zur Narkose und ist ein bedeutender Schritt in die Zukunft der Xenon Anästhesie.

Als Voraussetzung für einen von den Kosten akzeptablen Einsatz von Xenon als Inhalationsanästhetikum setzt EKU Elektronik im TANGENS 2C das elektronische System EGAMIX ein. Dieser hochpräzise extrem dichte Gasmischer gewährleistet eine für den Patienten optimale Dosierung von Xenon und vermeidet unerwünschte teure Verluste des Edelgases. Die an den Berufsgenossenschaftlichen Kliniken in Halle an der Saale von PD. Dr. Stuttmann entwickelte und für die Routine taugliche Xenon-TCI Narkose Technik integriert den für Xenon validierten Neuromonitor Narcotrend zur Messung der Narkosetiefe in das System. Der TANGENS 2C steuert optimal die inspiratorische Xenonkonzentration unter Kontrolle der Narkosetiefe am Narcotrend und garantiert dadurch eine kostenbewusste individuelle Dosierung des seltenen Edelgases Xenon.
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Anästhesie bei MCS

Beitragvon Marcel S. » Dienstag 6. Mai 2008, 16:11

Gerne Silvia, ich bin dabei und helfe gerne mit.

Es ist ein schwieriges Thema und für MCS-Patienten eine Angelegenheit, die schwerwiegende Folgen nach sich ziehen kann, wenn man keine Anästhesie verträgt. Was passiert im Ernstfall? Man müsst herausfinden können, was noch einigermaßen tolerabel ist und immer einen Notausweis dabei haben.
Marcel S.
 

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Beitragvon Lulabee » Montag 12. Mai 2008, 15:06

Ich habe im Blog gelesen wie es Manfred ergangen ist.
Wir müssen etwas unternehmen Leute, das kann so nicht weitergehen.

http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/05/12/krank-durch-chemikalien-der-brief-zu-pfingsten/
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Beitragvon Clarissa » Montag 12. Mai 2008, 19:04

Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Anästhesie bei MCS

Beitragvon Lulabee » Mittwoch 14. Mai 2008, 10:54

Danke Clarissa, das sind gute Infos die Überblick verschaffen.

Liebe Grüße,
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Beitragvon kati » Donnerstag 15. April 2010, 16:05

Bei mir wird wohl eine Operation nötig werden. Wie gehe ich am besten vor, um verträgliche Mittel zu finden? Welcher Arzt ist da wegen Beratung zu empfehlen?
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Anästhesie bei MCS

Beitragvon Kaloo » Donnerstag 15. April 2010, 17:02

Sprich mit dem Anästhesisten. Diese Ärzte nehmen MCS sehr erst, weil ihnen immer wieder
Patienten begegnen die in der OP abkippen und sie froh sind wenn ein Pat. es vorher sagt.
Keiner hat Lust drauf, dass ihm ein Pat. auf dem OP Tisch liegenbleibt.
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Anästhesie bei MCS

Beitragvon Maria Magdalena » Freitag 16. April 2010, 00:44

Übrigens bei der Gelegenheit fiel mir Monika Lierhaus ein, die bei einer OP wohl anscheinend auch etwas wird nicht vertragen haben, denn sie fiel ins Koma und soll sich bis heute noch nicht richtig erholt haben, weshalb sie mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit bei der Fussball-WM nicht dabei sein wird.

Als ich damals über den Vorfall las, musste ich als erstes an eine Unverträglichkeit (Medikamente, Narkose etc.) denken, obwohl das sicher nur eine Vermutung ist. Wenn man bedenkt, dass Frau Lierhaus eine gesunde sportliche junge Person war, muss man sich schon fragen, was da schiefgelaufen sein könnte. Seltsamerweise hüllt man sich in Schweigen bezüglich der Ursachen und Umstände.
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Anästhesie bei MCS

Beitragvon kati » Freitag 16. April 2010, 10:41

Bisher habe ich bzgl dieses Problems wenig Verständnis bekommen, da ich bei meinen OPs vor der MCS keine Probleme mit der Narkose hatte. MCS scheint die überhaupt nicht zu interessieren. Da sagen die hauptsächlich, dann lassen wir es besser. Sie hätten gerne Beratung von fachlicher Seite. Gibt es Umweltmediziner, die das übernehmen, austesten können?
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Anästhesie bei MCS

Beitragvon Maria Magdalena » Freitag 16. April 2010, 13:03

Bestimmt gibt es einige, die man ansprechen könnte, z. B.

1) Das Institut für medizinische Diagnostik in Berlin.

http://www.imd-berlin.de/index.php?id=22


2) Dann Dr. Klaus-D. Runow

http://www.umweltmedizin.org/


Im Forum gab es auch noch andere Tipps, einfach mal die Suchfunktion benutzen.
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Anästhesie bei MCS

Beitragvon Alex » Dienstag 17. Mai 2011, 08:47

Eventuell findest Du hier was Du suchst Kati:

http://www.chemsense.com/hospitaladvice.html
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