von carbo_m » Mittwoch 25. November 2009, 23:05
Hallo zusammen,
habe mich erstmal durch die Links gearbeitet. Ist für mich einfach schwer zu entscheiden, was wirklich eine sichere und machbare Lösung ist.
Hallo Karl-Heinz,
\' \"auf Außenwänden besteht Gefahr von Feuchtestau im Mauerwerk\" - wie denn?...\'
In jedem Neubau steckt noch einiges an Feuchte in den Wänden. Alutapete ist gasdicht und wasserdampfdicht. - Im Winter wenn es draußen Minusgrade hat, liegt der Taupunkt im Mauerwerk (Poroton 36cm), der Feuchteaustausch läuft überwiegend über die Innenseite der Außenwände. Sowohl der Feuchteeintrag aus dem Raumen, als auch der Austrag aus den neuen Wänden - auch das was die Mauer noch in geringen Mengen von außen aufnimmt (die Außenwände haben bisher nur einen Unterputz) kann dann nicht mehr raus. Es gibt also auch Wasserdampfstau [u]unter[/u] der Alutapete. - Deswegen kommt man ja immer mehr zu offenporigen Innenputzen (Lehm, echter Kalkputz (ohne Kunststoffe),...).
- Habe auch im Forum gelesen, das manche den Tapetenkleister nicht vertragen (manche enthalten aus o.g. Grund Fungizide) und nur mit Mühe wieder weggekriegt haben. Da ich auf den leicht süslichen Geruch des Chaetomium Pilzes auch reagiere (der wurde in unserer früheren Wohnung zu Hauf gefunden und ist in offenporigem Holz und eigentlich in jeder Zellulose wenn es nicht knochentrocken ist) - will ich eigentlich keinerlei Tapeten im Haus.
Hallo Juliane,
den link zur Kooperation Umweltmedizin und MCS Häuserbau habe ich noch nicht geschafft ausführlicher zu lesen - mache ich noch.
Was ich heute durch diverse Telefonate mit Knauf rausgekriegt habe, ist das nach bisherigen Erkenntnisstand alle Produkte der Rotkalk-serie Kunststoffe enthalten. oft die Copolymere für die Verbesserung der Haft- und Dehnfähigkeit, aber auch \"Verarbeitungsmittel\" wie das Olefinsulfonat und weitere Kunststoffe, eben je nach Produkt.
Meine Idee mit Knauf \"Flächendicht\" oder \"Duschdicht\" die Wände dicht zu kriegen ist jetzt auch hinfällig. Der enthält \"Syntheselatex\", denn vertrage ich gar nicht.
\"Mineralische Dichtschlämme\" enthält eine \"spezielle Kunststoffvergütung\", genaueres gibt der Hersteller nicht an.
Es scheint schwierig zu sein, heute noch rein mineralische Produkte zu bekommen.
Am Samstag gehe ich zu einem Lehmputzvertreiber, der auch Baubiologe sein soll. Mal sehen was der sagt.
Bei den vielen Telefonaten bin ich auch noch nicht gekommen die Produkte von Kreidezeit auf die Zusammensetzung zu untersuchen. - Schaffe ich hoffentlich heute abend noch.
Hallo kf-forum,
\"Alles von der Wand runterholen, dann 6 Monate ausgasen lassen, dann mit Rügener Kreidefarbe streichen\".
Da ich nach letztem Test wenn auch etwas geringer aber immer noch deutlich zu viel auf den dicken Unterputz (Rotkalkgrund) reagiere, müsste alles runter. Dann hängen alle Elektrodosen halb in der Luft, die Eckleisten an Fenstern und Kanten brechen weg und die Türzargen stehen in den Raum ...
Auf die sehr unregelmäßigen Porotonsteine (herstellungsbedingt schwanken die sehr in der Tiefe) müsste irgendein Unterputz wieder drauf, bevor eine Kalk-/Kreidefarbe drauf kann.
Hallo sunday,
\"wenn du es irgendwie beweisen kannst ... \"
Es waren mündliche aber mehrfach wiederholte klare Kriterien von mir zur Materialauswahl an den Verputzer.
In der Bau- und Leistungsbeschreibung steht: \"Kalkputz für alle Wände ...\", wäre also Mörtelgruppe P1, jetzt ist ein Kalkzementputz, also Mörtelgruppe P2 verarbeitet, noch dazu mit diversen organischen Zuschlägen, die habe ich klar ausgeschlossen.
Da ich juristische Auseinandersetzungen hasse - und der Verputzermeister auch noch Baugutachter ist, und die hiesigen Richter gut kennt, will ich es irgendwie \"im Guten\" versuchen.
Einen längeren Prozeß, ev. mit teurem Anwalt ...da fehlen mir die Nerven und das Geld und die Zeit hab ich auch nicht (jetzige Wohnung ist für April 2010 gekündigt), da ich bald eine Lösung brauch und nicht nach 1 oder 2 Jahren, bis eine juristische Entscheidung ev. mit Gutachterkrieg gefallen ist.
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Der allerwichtigste Teil meiner Frage war / ist eigentlich:
Hat jemand Erfahrung mit einem Kalkzement-(edel)-Putz bei sich oder durch Besuche bei Verwandten / Bekannten, auf den sie/er auch heftig reagiert hat, -
[u]und wie lange hat das Ausgasen gedauert[/u] , bis keine negativen Reaktionen mehr kamen, bzw. bis der Geruch weg war??
Wenn ich sicher wüßte, daß nach einer bestimmten Zeit Ruhe ist (6 Monate ev. 1-2 Jahre), könnte ich meine wenige Energie darauf verwenden, für diese Überbrückungszeit eine vorrübergehende Wohnungslösung zu finden.
nochmals vielen Danke für die Tipps - bin mit dem Nachlesen der Links noch nicht ganz durch.
beste Grüße
carbo