Innenputz - Wie werd ich\

Innenputz - Wie werd ich\\\'s wieder los?

Beitragvon carbo_m » Dienstag 24. November 2009, 00:00

Hallo zusammen,
bin zum erstem Mal in einem Forum, mache hoffentlich nicht zu viel verkehrt:)

seit 18 Jahren habe ich MCS. Nach jahrelangem Wechseln von Wohnungen bzw. (über)leben in Provisorien sind meine Frau und ich zu der Erkenntnis gekommen - wir müssen uns unser Heim selber bauen, damit die Qualen mit dem Reagieren auf alles Mögliche zumindest zu Hause endlich ein Ende hat.
Wir mußten uns enorm verschulden - aber das bittere Ende kam als wir / ich einziehen wollten.
Dem Verputzer (Meister) habe ich mehrfach und deutlich gesagt, nur rein minerlischen Kalkputz zu verwenden (also Kalk, Sand und Wasser)
aber der sagte mir immer wieder das gebe es schon lange nicht mehr - reinen Kalk bekomme ich bestenfalls noch in der Apotheke.
Aber er habe einen Kalkputz, der noch Zement enthalte, sonst aber rein mineralisch sei (FIP 290 von Knauf/Marmorit; als Unterputz Rotkalkgrund. - Produktbeschreibung bei letzerem: \"besonders verträgliches Wohlfühlklima\".

Nach dem Innenputzauftrag war mir in den ersten drei Monaten immer \"nur\" ungewöhnlich heiß, selbst bei 12°C und alle Fenster und Türen geöffnet, mußte ich schon nach wenigen Minuten den Oberkörper frei machen, um es auszuhalten.
Seit etwa 6 Wochen kann ich das Haus nicht mehr betreten. Schon nach wenigen Minuten kommt das volle Programm: Schmerzen in den Oberschenkeln verbunden mit Kraftverlust und Zittern und wenn es auf die Eingeweide übergeht steh ich wie in Flammen - es sind reine Folterqualen, die keine andere Tätigkeit oder klare Gedanken mehr zulassen. Wenn ich wieder draußen bin, dauert es einige Stunden bis es wieder besser wird. Meine alte Polyneuropathie blüht wieder auf.

Jetzt kommt der Winter; meine bisherige privorische Lösung (1-Zimmer Appartement), die ich auch nur mit Alufolie auf dem Holzboden und auf der Küchenfront mehr schlecht als recht ausgehalten habe, ist gekündigt. - Auch brauchen wir jeden Cent zum Abbezahlen der Schulden.

1. Hat jemand Erfahrung mit dem Putz (FIP 290) oder dem Rotkaltgrund?
selbst bei dem reagiere ich noch, wenn auch nicht ganz so stark.
Ich habe Teile der Inhaltsstoffe mitlerweile eruiert: Celluloseether \"als Feuchteregulierer zur Erzielung eines gesunden Raumklimas\" vinylcopolymere als Haft- und Dehnungsverbesserer, Olefinsulfonat (Tensidähnlich) und vieles mehr.
Ist halt ein \"Edelputz\" - nur das wollte ich nie.
Bei hoher Luftfeuchte ist es erheblich schlimmer - aber bei trockener Luft und Durchzug ist es immer noch nicht erträglich.

2. Kennt jemand Lösungen zur Beseitigung?
Mit einer [u]Putzfräse[/u] alles runterholen ist, wenn man schon alle Möbel drin hat die Türen gesetzt sind ... ein Alptraum für mich (meine Frau ist schon eingezogen). Und es würde sicherlich als Auftragsarbeit enorm teuer.
Ich habe wegen der schweren Konzentrations- und Gedächtnisstörungen schon Unmengen an Ordnern, Notizen und Büchern - sind mein \"externes\" Gedächtnis, da das Interne nicht mehr so richtig funktioniert - ins neue Haus gebracht.

Auch ist mir nicht klar, wie weit die voc\'s sich im Unterputz oder im offenporigen Mauerwerk (Poroton) ausgebreitet haben. Wenn mich meine Frau besucht und vorher im neuen Haus war, reagiere ich sogar abgeschwächt noch auf das Bischen, was in ihren Kleidern steckt.

Alternativ eine [u]Dichtschlämme[/u] auftragen und möglichst feuchtedichte Binderfarbe drauf, damit der Celluliseeether nicht ständig soviel Wasserdampf aufnimmt und wieder abgibt - (das \"schleppt\" offensichtlich viele voc\'s mit raus aus der Wand).
Kennt jemand eine rein mineralische Dichtschlämme?
In Feuchträumen (Bad) wird sowas Ähnliches offensichtlich im Duschbereich unter den Fliesen aufgetragen.
Die Frage ist ob und wie lange es dauert, bis die Voc\'s wieder rauskommen.

3. Mit Alutapete kann ich mich nur schwer anfreunden, die Produktbeschreibung garantiert keine 100%ige Dichtigkeit und auf Außenwänden besteht Gefahr von Feuchtestau im Mauerwerk.
Hat jemand möglichst mehrjährige Erfahrung mit Alutapete?

Offensichtlich habe ich mich nach dem Einbringen des Innenputzes in den drei Sommermonaten beim Arbeiten im Bau wieder so sensibilisiert, dass ich fast wieder in dem katastrophalen Zustand bin wie in den Jahren 91 bis 97. Damals 94 hatte ich auch wegen MCS meinen Arbeitsplatz aufgeben müssen.
Ich habe wohl die anfängliche Stressreaktionen im Bau u.A. mit der extremen Hitze nicht als Warnzeichen verstanden (oder hatte Angst vor der Einsicht, das mit dem Innenputz das Kind schon in den Brunnen gefallen ist).

Für Tipps, Ideen, andere Erfahrungen mit dem Putz z.B. wie lange der noch ausgast???? - wäre ich sehr dankbar.

Carbo_m
- Editiert von carbo_m am 23.11.2009, 23:06 -
carbo_m
 

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Beitragvon Maria Magdalena » Dienstag 24. November 2009, 00:33

Hallo Carbo,

willkommen im Club! Zuerst einmal mein herzliches Mitgefühl, es hört sich hart an.

Verkaufen und neu bauen, allerdings mit einem guten Baubiologen? Das ist nur eine spontane Idee, falls nichts anderes geht.
Maria Magdalena
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Innenputz - Wie werd ich

Beitragvon Maria Magdalena » Dienstag 24. November 2009, 00:47

Vielleicht kann Dir Christian Schifferle, MCS-Liga Schweiz, brauchbare Tipps geben. Er hat vor, MCS-gerechte Wohnungen zu bauen. Ein Mann mit Erfahrung und Wissen über Wohnprobleme mit MCS. Kontakt-Daten hier:

Weitere Auskünfte über das MCS-Wohnprojekt erteilt:

Christian Schifferle, Präsident Wohnbaugenossenschaft GESUNDES WOHNEN MCS, Telefon 044 401 05 22 (09.00 – 12.00 und 14.00 – 17.00). http://www.gesundes-wohnen-mcs.ch und http://www.mcs-liga.ch

Interview mit Christian im CSN-Blog:
http://www.csn-deutschland.de/blog/2009/11/23/das-thema-gesundes-wohnen-fur-umwelterkrankte-rennt-offene-turen-ein/
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Beitragvon carbo_m » Dienstag 24. November 2009, 00:54

[quote]Hallo Carbo,

willkommen im Club! Zuerst einmal mein herzliches Mitgefühl, es hört sich hart an.

Verkaufen und neu bauen, allerdings mit einem guten Baubiologen? Das ist nur eine spontane Idee, falls nichts anderes geht.[/quote]

Hallo Maria,

den Baubiologen hatte ich schon vor Baubeginn auf dem Bauplatz und mich bei ihm auch danach öfter beraten lassen.
Das Problem sind / waren diverse Handwerker, die so tun als würden sie zuhören aber dann doch einfach ihre Standardnummer durchziehen.
Vielleicht denken die auch der spinnt, wenn ich meine präzisen Wünsche mit meiner Überempfindlichkeit auf viele Stoffe begründe.

Nochmal bauen schaffe ich nicht mehr. Bin jetzt '54 und habe nur noch sehr wenig Energie körperlich und geistig.
Aber trotzdem Dank für Deine Antwort:)

liebe Grüße
carbo
carbo_m
 

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Beitragvon carbo_m » Dienstag 24. November 2009, 01:02

Hallo Maria,

hab' mir den Schifferle notiert. Danke!

Ich denke ein Fachmann für Bauchemie könnte mir ev. weiterhelfen. Vielleicht kennt der ja einen.

LG carbo
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Beitragvon Maria Magdalena » Dienstag 24. November 2009, 01:34

Vielleicht hat Krissie (Christel) eine Lösung für euer Problem. Sie hat ein eigenes Konzept für ein baubiologisches Haus entwickelt. Du kannst ihr eine PM oder E-Mail schreiben. Hier ist die E-Mail-Adresse: http://www.csn-deutschland.de/forum/showprofil.php?id=809&boardid=14

Krissie's Threads über das baubiologische Haus:

viewtopic.php?t=11482

viewtopic.php?t=11528

Und ein Link über Lehmhäuser (von Polly), dort könntest Du eventuell Tipps bekommen:
http://www.natuerlich-leben.ch/magazin/einzelansicht/artikel/01/06/2008/aus-lehm-gebaut/

LG Maria Magdalena
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Beitragvon sunday » Dienstag 24. November 2009, 01:38

wenn du es irgendwie beweisen kannst, daß der handwerker anderes genommen hat als ausdrücklich vereinbart, ist er schadensersatzpflichtig, d.h. dir würden wenigstens keine kosten bei der beseitigung von diesem mist entstehen. der baubiologe müßte dir doch eigentlich sagen können, wie der schaden zu beheben ist. hat der denn keine handwerker, mit denen er zusammenarbeitet und die zuverlässig sind?

lg
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Innenputz - Wie werd ich

Beitragvon Karlheinz » Dienstag 24. November 2009, 08:24

Ich würds auf jeden Fall mal mit der Alutapete versuchen. Wenn das funktioniert kannst Du ja alternativ über Fliesen nachdenken. Im Vergleich zu Dichtschlämmen o.ä. ist das Alukraftpapier sicherlich hochdicht.

"auf Außenwänden besteht Gefahr von Feuchtestau im Mauerwerk" - wie denn? wenn sich dort Feuchtigkeit staut, dann auf der Tapete.
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Beitragvon Juliane » Dienstag 24. November 2009, 10:54

Zu den Knauf Produkten fällt mir ein, das wir das hier auch schon im Gespräch hatten, weil Knauf ja auch für Senitel-Häuser benutzt wird:




viewtopic.php?t=6841

Franz

Sentinel-Haus - 15.07.2008, 12:24:39



Gerade eben habe ich mich nochmal mit dem Senitelhaus beschäftigt
und Informationen auf der Internetseite der Firma Knauf angesehen.

Ich bin verwundert. Zum Beispiel Acrylharz in der Rotkalkfarbe.



Projekt in Hamburg-Ahrensburg

Mit MARMORIT ROTKALK zum besten Raumklima Europas


MARMORIT ROTKALKFARBE

Zusammensetzung
Bindemittel: Kaliwasserglas, Emulsionen und
Acrylharz (DIN 18363).
Zuschläge: Kaliwasserglasbeständige, mineralische
Füllstoffe.
Zusätze: Alkalibeständige Pigmente.

http://www.knauf.de/content/de/putz-fassade/putz-fassade.html
http://www.rotkalk.de/assets/adb/asset_118.pdf



Kooperation Umweltmedizin & MCS Häuserbau

viewtopic.php?t=8185
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Innenputz - Wie werd ich

Beitragvon Juliane » Dienstag 24. November 2009, 11:00

Ich würde ein Zimmer mit Alutapete herrichten und im nächsten Sommer die Einrichtung im Zelt auslagern und alles renovieren lassen. Im Sommer gibt es immer viele Arbeitskräfte aus Osteuropa. Die verarbeiten das, was der Bauherr will.

Kreidezeit Produkte sind sicher gut geeignet:


Kalk Haftputz

Vielfältig einsetzbarer, haftverbesserter Kalkfeinputz mit mittlerer Struktur für den Innenbereich.

http://www.kreidezeit.de/Frameset/index.htm">http://www.kreidezeit.de/Frameset/index.htm

http://www.kreidezeit.de/Produktinformationen/PDFs_Datenblaetter/Kalkhaftputz.pdf


KREIDEZEIT Naturfarben GmbH
Cassemühle 3; 31196 Sehlem
Tel: 05060- 6080-650

http://www.kreidezeit.de/Frameset/index.htm">http://www.kreidezeit.de/Frameset/index.htm

- Editiert von Juliane am 24.11.2009, 16:12 -
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Innenputz - Wie werd ich

Beitragvon kf-forum » Dienstag 24. November 2009, 15:47

Alles von der Wand runterholen und dann 6 Monate ausgasen lassen. Das reicht nach meiner Erfahrung. Dann mit Kalkfarbe (Rügener Kreidefarbe) streichen - fertig. Das dauert zwar alles eine Weile, aber dass Deine Frau schon eingezogen ist, ist kein wirkliches Argument. Wat mut, dat mut.
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Innenputz - Wie werd ich

Beitragvon carbo_m » Mittwoch 25. November 2009, 23:05

Hallo zusammen,

habe mich erstmal durch die Links gearbeitet. Ist für mich einfach schwer zu entscheiden, was wirklich eine sichere und machbare Lösung ist.

Hallo Karl-Heinz,
\' \"auf Außenwänden besteht Gefahr von Feuchtestau im Mauerwerk\" - wie denn?...\'

In jedem Neubau steckt noch einiges an Feuchte in den Wänden. Alutapete ist gasdicht und wasserdampfdicht. - Im Winter wenn es draußen Minusgrade hat, liegt der Taupunkt im Mauerwerk (Poroton 36cm), der Feuchteaustausch läuft überwiegend über die Innenseite der Außenwände. Sowohl der Feuchteeintrag aus dem Raumen, als auch der Austrag aus den neuen Wänden - auch das was die Mauer noch in geringen Mengen von außen aufnimmt (die Außenwände haben bisher nur einen Unterputz) kann dann nicht mehr raus. Es gibt also auch Wasserdampfstau [u]unter[/u] der Alutapete. - Deswegen kommt man ja immer mehr zu offenporigen Innenputzen (Lehm, echter Kalkputz (ohne Kunststoffe),...).

- Habe auch im Forum gelesen, das manche den Tapetenkleister nicht vertragen (manche enthalten aus o.g. Grund Fungizide) und nur mit Mühe wieder weggekriegt haben. Da ich auf den leicht süslichen Geruch des Chaetomium Pilzes auch reagiere (der wurde in unserer früheren Wohnung zu Hauf gefunden und ist in offenporigem Holz und eigentlich in jeder Zellulose wenn es nicht knochentrocken ist) - will ich eigentlich keinerlei Tapeten im Haus.


Hallo Juliane,

den link zur Kooperation Umweltmedizin und MCS Häuserbau habe ich noch nicht geschafft ausführlicher zu lesen - mache ich noch.
Was ich heute durch diverse Telefonate mit Knauf rausgekriegt habe, ist das nach bisherigen Erkenntnisstand alle Produkte der Rotkalk-serie Kunststoffe enthalten. oft die Copolymere für die Verbesserung der Haft- und Dehnfähigkeit, aber auch \"Verarbeitungsmittel\" wie das Olefinsulfonat und weitere Kunststoffe, eben je nach Produkt.

Meine Idee mit Knauf \"Flächendicht\" oder \"Duschdicht\" die Wände dicht zu kriegen ist jetzt auch hinfällig. Der enthält \"Syntheselatex\", denn vertrage ich gar nicht.
\"Mineralische Dichtschlämme\" enthält eine \"spezielle Kunststoffvergütung\", genaueres gibt der Hersteller nicht an.

Es scheint schwierig zu sein, heute noch rein mineralische Produkte zu bekommen.

Am Samstag gehe ich zu einem Lehmputzvertreiber, der auch Baubiologe sein soll. Mal sehen was der sagt.
Bei den vielen Telefonaten bin ich auch noch nicht gekommen die Produkte von Kreidezeit auf die Zusammensetzung zu untersuchen. - Schaffe ich hoffentlich heute abend noch.

Hallo kf-forum,

\"Alles von der Wand runterholen, dann 6 Monate ausgasen lassen, dann mit Rügener Kreidefarbe streichen\".
Da ich nach letztem Test wenn auch etwas geringer aber immer noch deutlich zu viel auf den dicken Unterputz (Rotkalkgrund) reagiere, müsste alles runter. Dann hängen alle Elektrodosen halb in der Luft, die Eckleisten an Fenstern und Kanten brechen weg und die Türzargen stehen in den Raum ...
Auf die sehr unregelmäßigen Porotonsteine (herstellungsbedingt schwanken die sehr in der Tiefe) müsste irgendein Unterputz wieder drauf, bevor eine Kalk-/Kreidefarbe drauf kann.

Hallo sunday,

\"wenn du es irgendwie beweisen kannst ... \"
Es waren mündliche aber mehrfach wiederholte klare Kriterien von mir zur Materialauswahl an den Verputzer.
In der Bau- und Leistungsbeschreibung steht: \"Kalkputz für alle Wände ...\", wäre also Mörtelgruppe P1, jetzt ist ein Kalkzementputz, also Mörtelgruppe P2 verarbeitet, noch dazu mit diversen organischen Zuschlägen, die habe ich klar ausgeschlossen.
Da ich juristische Auseinandersetzungen hasse - und der Verputzermeister auch noch Baugutachter ist, und die hiesigen Richter gut kennt, will ich es irgendwie \"im Guten\" versuchen.
Einen längeren Prozeß, ev. mit teurem Anwalt ...da fehlen mir die Nerven und das Geld und die Zeit hab ich auch nicht (jetzige Wohnung ist für April 2010 gekündigt), da ich bald eine Lösung brauch und nicht nach 1 oder 2 Jahren, bis eine juristische Entscheidung ev. mit Gutachterkrieg gefallen ist.

------------------------

Der allerwichtigste Teil meiner Frage war / ist eigentlich:

Hat jemand Erfahrung mit einem Kalkzement-(edel)-Putz bei sich oder durch Besuche bei Verwandten / Bekannten, auf den sie/er auch heftig reagiert hat, -
[u]und wie lange hat das Ausgasen gedauert[/u] , bis keine negativen Reaktionen mehr kamen, bzw. bis der Geruch weg war??
Wenn ich sicher wüßte, daß nach einer bestimmten Zeit Ruhe ist (6 Monate ev. 1-2 Jahre), könnte ich meine wenige Energie darauf verwenden, für diese Überbrückungszeit eine vorrübergehende Wohnungslösung zu finden.

nochmals vielen Danke für die Tipps - bin mit dem Nachlesen der Links noch nicht ganz durch.

beste Grüße
carbo
carbo_m
 

Innenputz - Wie werd ich

Beitragvon sunday » Donnerstag 26. November 2009, 00:58

wie ist es mit lehmputz, der soll doch gut verträglich sein? und den gibt es ohne chem. zusätze.

lg
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Beitragvon Karlheinz » Donnerstag 26. November 2009, 07:25

Hallo carbo,

da Deine Frau schon einige Zeit drin wohnt, bin ich davon ausgegangen, dass die Mauern abgetrocknet sind.

Das Argument mit dem Taupunkt funktioniert auch in umgekehrter Richtung: Wenn das den Feuchtigkeitsabtransport unterbände, hätte man im nu durch die normalerweise von Innen kommende Feuchtigkeit eine Flüssigkeitsschicht in der Wand. In dem Fall wäre eine Alutapete doch ein Segen?

Die Diffusion läuft immer vom Warmen zum Kalten. Der Taupunkt ist eine Funktion der Luftfeuchtigkeit (bei konstanter Temperatur), nichts Absolutes.

Selbstredend ist Alutapete raumklimatisch nicht gerade erste Wahl. Bei MCS muß man jedoch Prioritäten setzen.
Selten, dass mal was perfekt ist. Ist im Vergleich zu anderem schnell zu realisieren und relativ preiswert. Wenn der Putz sowieso nicht funktioniert kann man da auch nicht viel verderben.

Ich hab unten eine Innenwand, die mal zu einem Badezimmer gehörte und wo der Putz > 2 Jahre runter ist. In dem oberen früher nicht gefliesten Abschnitt riechts immer noch nach Parfüm.

Warum probierst Du nicht in verschiedenen Zimmern verschiedene Sanierungsstrategien aus? Reduziert das Risiko und man sammelt Erfahrungen.
Karlheinz
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Innenputz - Wie werd ich

Beitragvon Janik » Donnerstag 26. November 2009, 11:11

Hallo Carbo,
hast Du schon versucht mit Kaliumwasserglas die Wände zu streichen?
Das könnte sie abdichten.

Gruß,
Janik
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Innenputz - Wie werd ich

Beitragvon carbo_m » Donnerstag 26. November 2009, 11:21

Hallo sunday,
ja, wir haben Samstag einen Termin bei einem Lessandro Händler, der das Lehmputzprogramm anbietet. Der soll auch auf eine Art überempfindlich sein, ist also hoffentlich für mein Anliegen aufgeschlossen.

Weisst du, ob Lehmputz die Ausdünstungen des dann darunter liegenden FIP 290 Edelputzes absperren kann oder zumindest langfristig effektiv filtern kann?

Meine Frau hat im Internet gelesen, daß eine Weinstube im Badischen, nachdem die verrauchten Wände mit 2mm Lehmputz gestrichen wurden bis heute nicht mehr riechen würden - (Nur geworben wird mit vielem - und Gesunde merken/riechen vieles nicht was uns angreift.)
Einen wissenschaftlichen Nachweis für dieses erstaunliche Phänomen gebe es noch nicht.

Aber ich denke, wenn was mineralisches draufkommt, dann könnte ich mir Lehm am ehesten noch vorstellen.
(Ursprünglich hatten wir sogar überlegt den gesamten Putz (auch den Unterputz) mit Lehm zu machen, aber auf einer lokalen Messe wurden uns fast astronomische Preise dafür genannt.)

Danke für den Hinweis.

lg carbo
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Beitragvon carbo_m » Donnerstag 26. November 2009, 11:30

Hallo Karlheinz,

dank für die Aufklärung mit dem Taupunkt. Ich will mir einfach keine neue (Schimmel-)baustelle ins Haus holen - aber offensichtlich tue ich das nicht mit Alutapete.

Ja, die Strategie in verschiedenen Räumen verschiedene Strategien auszuprobieren, bevor ich alles angehe, ist die einzig sinnvolle.

Kannst du einen Tapetenkleister empfehlen. Einfach oder "extra" für schwere Tapeten mit oder ohne fungizide Ausrüstung.
Der untergrund ist ja noch offenporig und damit wäre die Vorraussetzung für Alutapete erfüllt.

Mich würde interessieren, ob jemand aus dem Forum Alutapete verwendet hat und wie er/sie die vertragen hat.

lg carbo
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Beitragvon carbo_m » Donnerstag 26. November 2009, 12:01

Hallo Janik,

zum Thema Wasserglas...

Dank für den Hinweis! - habe gleich mal angefangen danach zu recherchieren.

bei Biofa gibt es Farben und Wandanstriche auf Wasserglasbasis und sogar welche auf Diatomeenbasis (prähistorische Silikatalkgenablagerungen mit sehr hohem Filtervermögen) - aber leider haben praktisch alle Produkte von Biofa unverständlicher Weise eine Unmenge an Zusatzstoffen, Harze, Ole, Binder, oft auch deutlich \"duftende\" Substanzen. -
Ich dachte, dass Auro und Biofa in den letzten 20 Jahren dazugelernt hätten, daß citrusterpene, orangenöl, Harze und co eigentlich tabu sein sollten.

Ich werde noch weiter recherchieren, ob es reines Kaliwasserglas gibt, wie es mit der Haftung und Abdichtung steht.
Auch hier wieder meine Frage: hat das jemand von Euch schon mal an einer belasteten Wand verwendet - und kann was zum Ergebnist sagen.

lg carbo
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Innenputz - Wie werd ich

Beitragvon sunday » Donnerstag 26. November 2009, 12:26

lehmputz filtert zwar einiges, aber ob er die gifte aus dem jetzigen putz ausreichend filtert, ist zumindest fraglich (ein baubiologe müßte es eigentlich wissen, aber oft eben auch nur eigentlich).

ich würde den alten putz auf jeden fall erst mal runterholen lassen. wenn du das in einem kleinen zimmer machst (das du dann ja für dich als clean room zum schlafen nehmen kannst, wenn es gut funktioniert) dürften die kosten doch überschaubar sein.
in den anderen räumen kannst du ja billigere lösungen ausprobieren.

wenn du das ganze gut dokumentierst (auch mit photos der räume), könntest du den bericht evtl. anschließend an versch. zeitschriften etc. verkaufen (versch. bauzeitschriften, bio-zeitschriften, fachzeitschriften für baubiologen, falls es die gibt usw.) und würdest zumindest einen kleinen teil der kosten wiederbekommen.
oder wenn du ein buch über deine erfahrungen schreibst, das für mcs- und cfs-kranke, für allergiker, holzschutzmittelgeschädigte usw. interessant ist.

du könntest evtl. auch viel geld sparen, wenn du dich ans tv wendest. es gibt dort sendungen, in denen häuser renoviert werden (vor allem für menschen, die irgendwie durch krankheit etc. in not geraten sind und das bist du ja). ob jedoch eine schadstoffsanierung für die interessant ist, ist fraglich, aber vielleicht doch, wenn man das nicht nur auf mcs abstellt, sondern auch auf allergiker, die es ja immer mehr gibt.

lg
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Innenputz - Wie werd ich

Beitragvon banbuta » Donnerstag 26. November 2009, 15:08

Kaliwasserglas gibts von Kreidezeit.
Oder, billiger, hier: http://cgi.ebay.de/1A-Kaliwasserglas-Haftgrund-Versiegelung-1-Liter_W0QQitemZ200402508844QQcmdZViewItemQQptZDE_Heimwerker_Baustoffe?hash=item2ea8eb9c2c
Der Verkäufer meinte, es wär rein, sonst nichts drin.
Aber wie ich im anderen thread schon geschrieben hab, ist Wassergls wohl sehr diffusioinsoffen, bringt also nicht viel, wenn man was abperren will. Wenn jemand andere Erfahrungen gemacht hat - immer her damit!
Ganz logisch finde ich es nicht, weil man es ja extra als Wasserschutz aufträgt, aber vielleicht blockt es ja Wasser und lässt Gas (und Wasserdampf) durch.
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Innenputz - Wie werd ich

Beitragvon kf-forum » Donnerstag 26. November 2009, 15:26

Runter muss das alles aber, sonst diffundiert es später wieder in den Innenraum und alles ist umsonst!!!
Als Putz Lehmputz oder einfachen "Zement"-Putz ohne alle Zusätze, darauf dann die Kreidefarbe. Fertig!
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Innenputz - Wie werd ich

Beitragvon carbo_m » Freitag 4. Dezember 2009, 00:18

Hallo Leute,

habe einen Thread von Norwin vom 23.09.2004 gefunden Titel: "Alutapete statt Schadstoffmaskierung". Fand ich unter MCS - Tipps, Rezepte, Hobbies".

Eine Clarissa hat da geantwortet, daß das mit der Alutapete in ihrem Elternhaus mit Erfolg ausprobiert wurde.
Ich würde gerne Kontakt zwecks detaillierter Rückfragen mit Clarissa aufnehmen.

Hat jemand eine Email-adresse oder eine andere Idee wie ich mit ihr Kontakt aufnehmen kann.

mit Dank und viele Grüße
carbo m
carbo_m
 

Innenputz - Wie werd ich

Beitragvon Maria Magdalena » Freitag 4. Dezember 2009, 00:23

Clarissa ist bestimmt Falafel backen oder entspannt sich. Sie ist unser guter Super-Engel hier. Und Engel muss man nicht lange suchen, he, he, he, he.

Kleiner Scherz, Carbo, ich schätze mal, sie wird sich spätestens morgen bei Dir per PM melden oder schick Du ihr einfach eine PM.
Maria Magdalena
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Innenputz - Wie werd ich

Beitragvon Bayer » Donnerstag 28. April 2011, 10:47

Hallo carbo_m,

mir ist aktuell ähnliches widerfahren wie Dir bei Deinem Hausbau in 2009. Allerdings habe ich in der Wohnung einen Kalkputz einer anderen Firma aufspritzen lassen. Diese Firma wirbt abenfalls in höchsten Tönen mit ökologischen Eigenschaften.
Das Resultat ist ein penetranter Geruch (ähnlich Waschmittel) in der ganzen Wohnung, der mittlerweile schon seit Monaten kaum schwächer wird und meiner Meinung nach ursächlich ist für eine starke Verschlimmerung der MCS- Beschwerden.

Mich würde interessieren, wie sich das Problem in Deinem Haus nach nunmehr 2-3 Jahren entwickelt hat. Wäre nett, wenn Du mich kontaktieren würdest.

Gruß - Bayer
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Innenputz - Wie werd ich

Beitragvon Husky » Donnerstag 28. April 2011, 13:39

Hallo Bayer,

war Eure Wohnung ein Neubau oder wohnten schon Vormieter darin und Du hast sie neu ausgestattet?

Gruß
Husky
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Innenputz - Wie werd ich

Beitragvon Bayer » Donnerstag 28. April 2011, 16:07

Hallo Husky,

es handelt sich um einen Neubau. Potentielle Ausgasung wg. einer chemischen Reaktion von alten Untergründen mit dem alkalischen Kalk ist also nicht gegeben. Vielmehr sind es meiner Meinung nach die zusätzl. Ingredienzien (Verarbeitungsmittel), die den Geruch verursachen. carbo hatte diesbezüglich die Sachlage sehr zutreffend analysiert. Reiner Luft- Kalkputz stinkt übrigens nicht. Somit ist auch die bei Kalkputz eintretende Carbonisierung nicht der Übeltäter.

Gruß - Bayer
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Innenputz

Beitragvon Thommy the Blogger » Freitag 29. April 2011, 08:03

Hallo Bayer,

wir haben für Dich bei unserem CSN Bauexperten nachgefragt..
Er schrieb nachfolgende Antwort und hat ein paar Fragen an Dich.

Viele Grüße, Thommy


1. muss ich wissen welcher Kalkputz (Produktname/Hersteller)

2. muss ich wissen ob und welche Grundierung (unter dem Kalkputz (Putzhaftgrund – kann muss aber nicht) oder auf dem Kalkputz (Grundierung für weiteren Anstrich etc. kann muss aber nicht)

3. muss ich wissen welcher Anstrich bzw. Tapete oder was auch immer ganz oben drauf ist

Es können Zusatzstoffe sein die dem Putz beigegeben wurde.
Es kann aber und das ist wohl wahrscheinlicher, auch die Farbe sein.
Dass aus der Putzgrundierung etwas an vor kommt ist auch möglich.

Ergo ich denke zuerst an den Putz und noch schneller an den Anstrich – jetzt brauche ich Antworten dann kann ich weiter schauen.

Ansonsten:
Kalkputze sind neben dem Lehmputz mit das Vernünftigste was man tun kann, egal ob man schon gesundheitlich belastet ist oder nicht. Sie regulieren die Luftfeuchtigkeit, besitzen also eine hohe Sorptionsfähigkeit und Dampfdurchlässigkeit. Während der Erhärtung nehmen Kalkputze Kohlendioxid auf und sie besitzen eine geruchsabsorbierende, keimtötende und schimmelabweisende Wirkung. Im Gros und Allgemein werden Kalkputzen die ausgesprochen für den Innenraum produziert wurden aus Weißkalkhydrat(Luftkalk), Zuschlagstoff (Natursand), Wasser und evtl. Zusatzstoffe hergestellt. In aller Regel sind chemische Zusatzstoffe nicht von Nöten – daher sind diese Putze auch für Allergiker äußerst gut verträglich. Es gibt aber Hersteller die hier solche unsinniger Weise zugeben, dann sollte es aber auch auf der Verpackung stehen (BITTE KONTROLLIEREN LASSEN, bzw. Herstellername, Produktname zusenden).

Es gibt auch natürliche Zusatzstoffe wie z.B. zusätzliche hydraulische Bindemittel in Form von Zement und hydraulischem Kalk – das kommt aber dann eher für Außen-Kalkputze in Frage ebenso wie Bindemittel auf Zement-Acryl-Basis. Innen-Kalkputze könnten z.B. Nichthydraulische Bindemittel wie Gips oder Magnesiabinder beinhalten. Im Grunde ist ein zusätzliches Bindemittel für innen aber nicht notwendig, da der Luftkalk selbst schon ein nichthydraulisches Bindemittel ist. Ergo Weißkalkhydrat, Sand und Wasser mehr braucht ein guter Kalk-Innenputz nicht.

Putzgrundierung sind allgemein bedenklich was die Zusammensetzung angeht – hier ist die Bandbreite der chemischen Mittelchen so breit, dass ich das nicht auf die Schnelle runtertippen kann – ebenso wie bei Anstrichfarben ohne Hersteller und Produktnamen unmöglich.
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Innenputz

Beitragvon Dr.Bob - Der Bausachverständige » Freitag 29. April 2011, 17:56

Hallo,

ich möchte mit einigen Fakten zur Diskussion beitragen und werde sporadisch vorbeischauen.

Hochhydraulischer Kalk

Also, das ist ganz einfach hydraulischer Kalk und wird hauptsächlich im Außenbereich angewendet oder im Innenbereich, wenn darüber mit z.B. Zementputzen oder ähnlichem gearbeitet wird. Der Putz hier von Baumit wird zwar als Innenputz deklariert, es wird aber auch darauf hingewiesen, dass mit Gips und Zement draufgeputzt werden kann – d.h. Hier ist irgendwas synthetisches drinnen. Innen nimmt man besser nichthydraulische Bindemittel wie schon getippt Gips, Luftkalk etc. Außen, dort wo man hydraulischen Kalk anwendet ist das Bindemittel ..wie schon der Name sagt hydraulisch (und das kann Zement, Trasskalk oder auch ein bunter Misch aus synthetischen Stoffen sein.)

Klassischer Fall von Fehlberatung die auf Werbesprüchen von großen Hersteller beruht (Die Extraportion Milch in der Werbung, die es nie gab) würde ich das nennen.

Ein einfacher Luftkalk (NICHTHYDRAULISCH) mit Sand und Wasser wäre zu empfehlen gewesen.
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Innenputz - Wie werd ich

Beitragvon Vicky Dee » Freitag 6. Mai 2011, 08:46

Ob Baubiologen wirklich so immer die MCS Problematik verstehen?
Natürlich ist doch nicht gleichbedeutend mit unbedenklich, denkt an die Fussbodenstandöle und
die ganzen Läcke mit Citrusöle und was es da noch so alles gibt.
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Innenputz - Wie werd ich

Beitragvon Kira » Samstag 7. Mai 2011, 09:27

Ich denke baubiologisch ist das genauso individuell wie die Erkrankung selbst!!!
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Baubiologen und Innenputz

Beitragvon Dr.Bob - Der Bausachverständige » Montag 16. Mai 2011, 20:26

Gute Frage Vicky. Ich versuche sie Dir fair und am Beispiel "Innenputze" zu beantworten.


MCS ist eine Krankheit, die sehr, sehr viel Fachwissen verlangt.
Baubiologen werden oft zu Rate gezogen, sind aber nicht selten überfordert.

Warum? Beispiel Innenputze:

Das Problem mit Baubiologen ist, dass sie sehr gut sind in Ausgasungen finden oder Pilze bestimmen o.ä. aber leider leider nur sehr selten Ahnung von der Technik haben – ein Stuckateurlehrling im ersten Lehrjahr würde hier einen Kalkputz aus Luftkalk empfehlen ein Baubiologe der vielleicht, wenn man Glück hat, ein Baustudium abgelegt hat oder ein Biologiestudium, hat von Putzen wenn überhaupt nur oberflächlich theoretische Ahnung und natürlich in den allerwenigsten Fällen auch mal selber verputzt (warum auch). Hätte er mal diverse Putze irgendwo aufgeputzt wüsste er wie NATÜRLICHE Putze sich verarbeiten lassen und würde auch schnell merken wann das Material nicht natürlich sein kann.

Es ist nun sehr schwer den Baubiologen ranzubekommen, der selbst nicht einfach nur auf einen Werbespruch reingefallen ist oder es vielleicht auch nicht besser weiß. Schriftlich wird nichts festgelegt worden sein, womit man arbeiten könnte. Dann wird wahrscheinlich nur noch ein Gesprächsversuch oder Eigeninitiative möglich sein.

Was bleibt für den MCS Kranken?
Runter mit dem Mist und einen REINEN Luftkalkmörtel an die Wände allerdings geht darauf kein Fliesenkleber oder ähnliches, das muss klar sein ;-)
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Innenputz - Wie werd ich

Beitragvon Karlheinz » Montag 23. Mai 2011, 08:11

"REINEN Luftkalkmörtel an die Wände allerdings geht darauf kein Fliesenkleber oder ähnliches"

wg der Fiesen oder geht es um den Kleber? Warum?

Was ich verstehen kann, ist auf frischen Kalkputz erstmal keine Fliesen aufzubringen, damit der fest werden kann. Sollte dann aber spätestens nach zwei Jahren ausreichend sein.
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