Neubau und mcs

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Beitragvon carbo_m » Montag 23. August 2010, 22:48

Mich interessiert dringend, ob es überhaupt Menschen mit fortgeschrittenem mcs gibt, die in einem Neubau (Wohnung oder Haus) wenn sie die Materialien selber auswählen konnten oder ändern durften, wohnen können???

Nachdem ich entgültig aufgeben musste Mietraum mit ehs und mcs und extremer Formaldehydempfindlichkeit zu finden, haben wir ein Haus mit möglichst verträglichen Materialien gebaut, soweit es das gibt (z.B. Fliessenkleber ohne Kunststoffe gibt es meines Wissens nicht).

Wir haben uns dazu erheblich verschulden müssen. Aber ich kann nicht drin wohnen.
Die Ausdünstungen aus dem Putz haben nach 12 Monaten und viel Lüften in keiner Weise abgenommen.

Jetzt stecken wir immer mehr Geld in die Sanierungsversuche - aber es bleibt ein Zweifel, ob das überhaupt zum Ziel führen kann.

Alternativ wollen wir auf der Garagenplatte jetzt statt Garage einen Notraum für mich bauen (ganz ohne Putz und nur Zementboden).

Ich war mir sicher dass ich auch Fliessenböden noch (als einziges) vertrage - aber ich halte es auch nicht im vollständig gefliessten Bad lange aus. Und als Schlafraum ging es gar nicht.

Würde mir helfen, von mcs kranken zu hören, die es geschafft haben, in selbst gestaltetem neuem Wohnraum zu leben.

Danke!

liebe Grüße
Carbo
- Editiert von carbo_m am 23.08.2010, 22:57 -
carbo_m
 

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Beitragvon Croft » Montag 23. August 2010, 22:55

Hallo Carbo,

das hört sich eventuell krass an, aber hast Du schon darüber nachgedacht Dir einen Raum ringsum verglasen zu lassen?
Ein kleiner Raum würde ja ausreichen, damit Du dort wenigstens Symptome abbauen könntest.
Oder was ist mit diesen emaillierten Platten mit denen sie in der Umweltklinik Dallas die Wände verkleidet haben?
Helfen Dir keine Luftfilter?

Ich überlege weiter für dich, Croft
Croft
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Beitragvon carbo_m » Montag 23. August 2010, 23:07

Hallo Croft,

ja Glas wäre wohl prima, aber die Fläche über KG, EG, und OG ist sehr groß. Die Türen sind nie ganz dicht, vor allem, wenn man so viel wie möglich die Fenster aufmacht und lüftet.

Ein Luftfilter bringt wohl nichts. Selbst wenn draußen viel Wind geht und Durchzug durchs Haus geht, wird aus der enormen Wandfläche mit dem sehr offenporigen Putz zu viel von den Ausgasungen nachgeliefert. Es nimmt selbst dann nicht hinreichend ab.

Wenn Glasplatten abdichten sollen, dürfte es an Zimmerkanten und Übergängen zu Türen, Fenstern und Sockelleisten keine offenen Fugen mehr geben. Schwer vorstellbar. (Fugendichtmasse kann ich eigentlich nicht einsetzen).

Trotzdem Danke für die Idee. Ich werde mit einem Handwerke, der diese Woche kommen soll drüber sprechen.

Gruß
Carbo
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Beitragvon carbo_m » Dienstag 24. August 2010, 00:20

bin weiterhin sehr interessiert, ob es Menschen mit fortgeschrittenem mcs geschafft haben in neuem Wohnraum zu leben (bzw. wie lange es jeweils gedauert hat, bis ein Neubau von mcs-kranken bewohnt werden konnte.)

Z.B. ein neuer Fliessenboden od. gefliesste Wände gehen für mich definitiv nicht nach einem Jahr.

Gruß
Carbo
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Beitragvon Seelchen » Dienstag 24. August 2010, 11:05

Hallo Carbo!
Es gibt so viel zu beachten!Was ist die Bausubstanz des Hauses?Welche Fliesen hast du genommen?Es gibt auch Steinboden,der ist durchgehend und man muss nicht fugen...Oder Lehmplatten,falls Lehm noch verträglich ist..
Woraus bestehen die Wände?Und welche Möbel sind drinnen?
Am Besten ist es,wie du schon schriebst,wenn du erstmal 1 Raum für dich tolerabel machst!!Neubau ist fast immer problematisch und manche Häuser müssen erst 1-5 Jahre ausdünsten,bevor wir reinkönnen...
Viel Kraft und Mut wünscht dir Seelchen
Seelchen
 

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Beitragvon alena-norge » Mittwoch 25. August 2010, 13:13

Ich kann dir in ca. 4 Wochen berichten, da wir dann umzihen ins neue Haus.
Ich hofe es wird alles gut.

Habt Ihr neue Moebel, vielleicht kommen Ausduenstungen davon...Riecht es stark im Haus,habt ihr >Lehmputz oder normale?
Normale Putz und Beton erhalten oft sehr viele Weichmacher.
Neubau Schimmel? Vieleicht schadstoffe im Luft messen lassen...

Alles gute:)
alena-norge
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 25. August 2010, 20:36

Schau auch mal hier rein:

viewtopic.php?t=11482
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Beitragvon carbo_m » Donnerstag 26. August 2010, 00:31

@Juliane
Danke für den Hinweis, hatte ich früher schon mal gelesen, war aber gut mir das nochmals durchzulesen.

@alena-norge
Ja berichte bitte, wie es Dir im neuen Haus ergangen ist, ev. auch welche Materialien ihr für die großen Flaechen verwendet habt. Also insbesondere Innenputz, Fussboeden, (wurden auch Wandfarben oder Tapeten verwendet).

Wir haben überall einen Kalkputz (Maschinenputz) Rotkalkgrund von Marmorit.
Der enthält viele Zeolithe. Die nehmen jeden Duft eines jeden Besuchers oder Handwerkers oder den Käsegeruch aus dem geöffneten Kühlschrank auf und geben die Mischung dann über Monate langsam wieder ab.
Es ist jetzt das zweite mal, dass ich mit Zeolithen als Geruchsvernichter schlechte Erfahrungen gemacht habe. - Wusste auch vorher nicht, dass in dem Putz so viel Zeolithe neben diversen Kunststoffen drin sind.

Es gibt kaum neue Möbel und die Ausdünstungen gibt es auch in noch weitgehend leeren Räumen.

Die Schadstoffmessung der Raumluft ergab einen für Neubauten erstaunlich niedrigen Summenwert für VOC's. - Schimmel ist eigentlich nicht zu erwarten, da der Neubau und die Wände trocken sind und neuerer Kalkputz zu alkalisch für Schimmel ist.

Lass von Dir hören, wenn Du eingezogen bist und Du Erfahrungen mit Euren neuen Materialien hast.

lg Carbo
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Beitragvon Karlheinz » Donnerstag 26. August 2010, 07:40

Nur am Rande: neuer Kalkputz schützt nicht automatisch und immer vor Schimmel. Der Putz selbst schimmelt natürlich nicht (auch nicht wenn er alt ist)(es gibt auch Schimmelpilze, die mit alkalischer Umgebung gut zurechtkommen). Wenn jedoch organische Stoffe aufgetragen werden kanns auch da bald schimmeln, wenn über längere Zeit aufgrund von Kondensatbildung genügend Feuchtigkeit da ist. (Beruht auf eigenen Erfahrungen.) Besonders schön ist Tapetenkleister, weil der schön in den Putz einzieht und unsichtbar ist (natürl. in Abh. von der Saugfähigkeit des Putzes).
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Beitragvon alena-norge » Donnerstag 26. August 2010, 08:43

Hallo Carbo-m,
wir haben Holzstaenderbauweisse Aussen Douglasie mit Hanfdaemmung.
Innen kommen in diesse Holzrammen Lehmsteine rein , dann Lehmplatten und Lehmheizung
(Strom + Solar) , teils Fermacellplaten ,Lehmputz und am ende Lehmfarbe, oder wo Fermacellplaten sind kommt Lehmstreichputz.
Boden Flieesen und Esche…auf Grund så viel >Lehm Innen ist das Haus frei von El Stralung.
Kann nicht mit Handy tel. auch Wlan nich moeglich.
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Beitragvon kf-forum » Donnerstag 26. August 2010, 14:56

Entweder Glas oder einfache Ziegel und Zement ohne Zusätze (wie früher im Osten :-))). Holzflächen (Ständerbau) lassen sich mit dem AFM-Sealing abdichten. Ach ja - Fliesen klebt man nicht an die Wand, sondern verlegt sie in Putz!
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Beitragvon alena-norge » Donnerstag 26. August 2010, 15:22

@kf-forum bei Holzstaenderbau ist das Holz uberhaupt nicht Innen also besteht kein Grund es mit AFM abzudichten!
2.-Bau wie frueher im Osten kann nicht gesund sein, da wie ich weiss gerade Osten grosse Schimmelproblem im bau hat.
alena-norge
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Beitragvon kf-forum » Donnerstag 26. August 2010, 20:27

@alena-norge

Otsen bezog sich auf den einfachen Beton und Putz, der früher verwendet wurde. Und Probleme mit Schimmel hatten wir nie!

Die Holzständerbau-Sache war nicht hochfachmännisch gemeint, sondern ein allgemeiner Hinweis zu Holz als Baumaterial.

so long ...
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